01.09.2020 - 11:00 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Neues Feuerwehrfahrzeug für Königsteiner Wehr

Rund 400 000 Euro soll es kosten, das neue Schmuckstück der Königsteiner Feuerwehr. Der Grundstein zum Kauf eines neuen Feuerwehrautos wurde schon 2019 gelegt, nun kam der Marktrat der Umsetzung einen Schritt näher.

So soll das neue Feuerwehrauto aussehen. Ausgestattet wird es mit modernster Technik sein, war im Marktrat zu hören.
von Autor SCKProfil

2019 beschloss der Königsteiner Marktrat, dass Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus dem Baujahr 1985 durch ein 2019 neues Feuerwehrgroßfahrzeug zu ersetzen. Angesichts der umfassenden Einsatzbereitschaft und des hohen Ausbildungsstands mit einer First-Responder-Gruppe strebte die örtliche Feuerwehrführung auch ein stärkeres Fahrzeug mit besserer Ausstattung an.

Nach den erfolgreichen Gesprächen und den zustimmenden Haltungen der Verantwortlichen sind nun die Tage des 35 Jahre alten Löschgruppenfahrzeugs gezählt. Das 220 PS starke Fahrzeug der Marke Mercedes „Florian Königstein 41/1“ mit Platz für eine achtköpfige Besatzung ist ausgerüstet mit 500 Meter B-Schlauch, Baustützen als Abstützmaterial, Faltbehälter, hydraulischen Hebewinden, einem Kaminkehrersatz, einem Lichtmast, vier Pressluftatmern einer Schnellangriffsvorrichtung, einem Stromaggregat und einem 1200 Liter fassenden Löschwassertank.

Neben dem LF 20/16 ist es das zweite Großfahrzeug der Feuerwehr Königstein. Es ist speziell für Großschadenslagen und besondere Einsätze geeignet, hieß es im Marktrat. Die 500 Meter B-Schlauch erlauben auch den Einsatz bei Großbränden, wo es als Schlauchwagen schnell die Löschwasserversorgung an der Einsatzstelle verbessern kann.

Die Beratungen über die Neubeschaffung bezogen sich nun auf das Löschgruppenfahrzeug für Katastrophenschutz 20 LF/KatS der Marke Magirus. Die Lagerung für die Tragkraftspritze ist pneumatisch absenkbar. Die Schlauchverlegeeinrichtung am Heck ist für ca. 360 m B-Schläuche geeignet. Das Magirus LF-KATS verfügt über Zusatzaustattung für Katastrophen-Einsätze und bietet große Raumreserven für individuelle Zusatzbeladung und persönliche Ausrüstung. Großvolumigen Dachkästen bieten zusätzlichen Stauraum. Der Wasserbehälter fasst 1000 Liter. Die Ausrüstung zur Brandbekämpfung, zum Fördern von Löschwasser über lange Wegstrecken und zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistungen wird ergänzt durch die umfangreiche Beladung für den Katastrophenschutz.

Der Beschluss über die Vergabe des Feuerwehrfahrzeugs LF 20 KatS erfolgte zunächst für Los 1 Fahrgestell, Los 2 feuerwehrtechnischer Aufbau und Los 3 feuerwehrtechnische Beladung. Über das Los 4 Tragkraftspritze, sowie die Wärmebildkamera und das Einsatznavigationsgerät wird zu gegebener Zeit nach der Ausschreibung im Marktrat die Entscheidung getroffen, war zu hören. Im Los 1 Fahrgestell wurde das Angebot der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH mit Kosten von 94 000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer angenommen, für das Los 2 feuerwehrtechnischer Aufbau nahm die Marktgemeinde das Angebot der Magirus GmbH mit Kosten von 183 408 Euro ohne Mehrwertsteuer an und für das Los 3 feuerwehrtechnische Beladung entschied das Gremium sich für das Angebot der Wolfgang-Jahn-GmbH mit Kosten von 33 182,63 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Neubeschaffung wird seitens der Regierung der Oberpfalz mit 92 400 Euro bezuschusst, während der Landkreis Amberg-Sulzbach einen Zuschuss von 32 340 Euro gewährt. Mit dem Los 4 Tragkraftspritze wird das Kostenvolumen etwa 400 000 Euro betragen. Der Vergabebeschluss erfolgte einstimmig.

Weitere Punkte aus der Marktratssitzung

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