Fünf Tage nach der Bekanntgabe des Programms habe der CSU-Ortsverband Königstein-Hirschbach die Anmeldungen stoppen müssen: "Wir waren komplett ausgebucht", sagte der Vorsitzende Klaus Hafner.
Hauptquartier und zugleich Zeltlager war das Naturbad in Königstein. Per Bus ging es von dort erst einmal nach Hahnbach. Auf zwei Vilsplätten paddelten Mädchen und Jungen nach Kümmersbuch. Hans Weiß zeigte ihnen dort seine Tierauffangstation "Das Nest", in der er sich um Wildtiere und Exoten kümmert.
Am zweiten Tag weckte eine Kuhglocke morgens um 7 Uhr die Lagerbewohner im Naturbad. Nach dem Frühstücksbuffet im Badrestaurant wartete die Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg auf sie. Gespannt schauten sich die Besucher die Trainingshalle für Selbstverteidigung, den Fahrsimulator, die Schießanlage oder die Schwimmhalle an. Nach einem realistisch nachgestellten Polizeieinsatz mit der Festnahme eines Reifenstechers zweifelten einige Kinder, ob das jetzt wirklich "nur Show" gewesen sei. Manche probierten dann noch Schutzausrüstungen der Polizei an. Eingepackt und gepanzert bis zum Kopf, waren sie froh, diese bei der sommerlichen Hitze wieder vom Leib zu haben.
Ein bekanntes Gesicht sahen die Kinder im 1. Bayerischen Schulmuseum in Rosenberg wieder. Herbert Übelacker, bis vor einem Jahr als Rektor in Königstein tätig, ließ sie auf den historischen Schulbänken Platz nehmen. Unterrichtsmaterialien und Bücher, Schulranzen, Schreibtafeln und Landkarten von einst stießen auf großes Interesse. Dass damals in den Klassenzimmern nicht nur getrennt nach Mädchen und Jungen, sondern auch noch nach katholisch und evangelisch unterrichtet wurde, hörten sie sehr erstaunt. Ein Kinoabend an einer extra aufgebauten Leinwand auf der Liegewiese des Naturbads krönte den erlebnisreichen Tag.
Am letzten Tag stand nach dem Frühstück eine Wanderung über den Breitenstein nach Pruihausen auf dem Programm. Unterwegs suchten die Teilnehmer anhand einer Landkarte den "Bärenschatz" in Form von Gummibärchen. Bei einem Kegelturnier traten dann im Jägerheim die Mädchen gegen die Jungen an. Den Buben gelang die Revanche für das verlorene Plättenrennen auf der Vils.
Zu Ende geht die Jugendfreizeit traditionell mit einer Überraschung. Dieses Mal stand sie auf dem Parkplatz vor dem Haus. Vier Stretch-Limousinen brachten die Jugendlichen im Konvoi über die Bundesstraße 85 nach Lunkenreuth und weiter nach Königstein. Dort warteten schon die Eltern auf sie.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.