23.09.2021 - 17:11 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Feuerwehrmann kollabiert nach kurzem Waldbrand-Einsatz bei Königstein

Alles sieht nach einem Routineeinsatz bei einem Waldbrand aus. Dann bricht plötzlich ein Feuerwehrmann aus unbekannten Gründen zusammen. Ein Hubschrauber bringt ihn in ein Krankenhaus.

von Jürgen LeißnerProfil

Ein Großangebot an Feuerwehren rückte nach einer Alarmierung am Donnerstag, 23. September, gegen 13.11 Uhr zu einem vermeintlichen Waldbrand im Bereich der Marktgemeinde Königstein aus. Kurz vor der Landkreisgrenze zum Nürnberger Land sollte es in einem steilen Waldgebiet zu einem Torfbrand gekommen sein, besagte die Meldung.

Als Erste traf die Feuerwehr Königstein ein, kurz darauf die Kollegen aus Neuhaus an der Pegnitz. Die Suche nach der Brandstelle stellte sich in dem unwegsamen Gelände als sehr schwierig heraus. Für die Vielzahl der nachrückenden Einsatzkräfte wurde ein Bereitstellungsraum am Sportplatz in Königstein eingerichtet. Dort hielten sich der Löschzug der Feuerwehr Auerbach, sämtliche Wehren der Gemeinden Hirschbach und Edelsfeld und auch die Feuerwehren aus Holnstein und Neukirchen bereit. Auch die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung des Landkreises und die Fachgruppe Drohne machten sich auf den Weg nach Königstein. Sie und alle weiteren Kräfte im Bereitstellungsraum konnten nach gut einer halben Stunde aber wieder die Heimfahrt antreten.

Mitten im steilen Wald fanden die Feuerwehrleute doch eine andere Lage vor als gemeldet. Der Schwelbrand erstreckte sich lediglich über gut fünf Quadratmeter Waldboden. Mittels ihrer Löschrucksäcke erstickten sie ihn schnell. Als der Einsatz schon so gut wie vorüber schien, kollabierte plötzlich ein Feuerwehrmann aus dem mittelfränkischen Neuhaus aus bisher unbekannten Gründen. First Responder der Feuerwehr Königstein übernahmen seine Erstversorgung. Zur Rettung aus dem unwegsamen Gelände riefen sie die Bergwacht und einen Rettungshubschrauber. Über dessen Seilwinde holten die Helfer den Feuerwehrmann aus dem felsigen Gelände. Nach einer kurzen Zwischenlandung auf einer Freifläche am Waldrand brachte der Hubschrauber den Patienten in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Zur Unterstützung der beteiligten Feuerwehren waren Kreisbrandinspektor Hans Sperber und Kreisbrandmeister Michael Schmidt an den Ort des Geschehens geeilt. Die Einsatzleitung lag in den Händen des Zugführers der Feuerwehr Königstein, Stefan Pirner.

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