02.12.2019 - 19:16 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Grüne machen Peter Eckert zum Landratskandidaten

Groß war die Besucherzahl bei der Jahreshauptversammlung von Bündnis 90/Die Grünen und bei der Nominierung des Landratskandidaten in Königstein: Peter Eckert erhielt das einstimmige Votum seiner Partei.

Die Grünen haben in Königstein im Gasthof Zum Hirschen ihren Landratskandidaten gekürt (von links): Gaby Mutzbauer, MdL Jürgen Mistol, Landratskandidat Peter Eckert, Kreisrätin Yvonne Rösel, Grüne Jugendsprecher Elias Wolf und Kreisrat Karl-Heinz Herbst.
von Externer BeitragProfil

Kandidat mit Erfahrung

Die Nominierung des Landratskandidaten der Grünen stand im Mittelpunkt des Abends. Mit Peter Eckert, der sich für dieses Mandat bewirbt, hat die Partei einen erfahrenen Kommunalpolitiker als Kandidaten: Mit drei Amtszeiten im Kreistag ist der Auerbacher mit allen Sorgen und Nöten des Landkreises vertraut. "Als Landkreis mit den zweitmeisten Windrädern richtet sich die Aufmerksamkeit auf regenerative Energie und nach dem 10H-Gebot müssen im Landkreis alternative Wege gefunden werden, um klimaneutral zu werden", fordert Peter Eckert. Er sieht die Herausforderungen als Landkreis zwischen zwei Truppenübungsplätzen und in der Entwicklung des ländlichen Raums. Insbesondere für den Ausbau des Öffentlichen Personnennahverkehrs (ÖPNV) für die Standortsicherung der Kommunalen Krankenhäuser will er sich stark machen.

Der Naturschutz, den er als sein Hauptanliegen bezeichnet, liegt ihm besonders am Herzen. "Die Fridays-for-Future-Bewegung der Jugend macht deutlich, dass unsere Generation die Versäumnisse nachholen muss - und das nicht nur in der großen Politik, sondern auf allen Ebenen", stellt Eckert fest. Dazu gehöre auch eine klare Absage für den geplanten Fahrübungsplatz der Bereitschaftspolizei, der eine Waldfläche von vier Hektar fordert. "Dafür bedarf es anderer Lösungen, denn das Thema Flächenfraß muss endlich mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein." Einstimmig und ohne Enthaltung wurde er zum Landratskandidat der Grünen gewählt.

40 000 Arbeitsplätze verloren

Im Anschluss berichtet Claudia Frenking-Glao von der Aufbruchsstimmung und der Brandrede von Robert Habeck auf der Bundesdelegierten-Versammlung in Bielefeld. MdL Jürgen Mistol berichtet aus dem Landtag, dass wegen der Einführung der 10H-Regelung die Existenz der Windanlagenbauer quasi überflüssig geworden ist. Damit ziehe deutsches Know-how ins Ausland ab und ein ganzer Wirtschaftszweig mit 40 000 Arbeitsplätzen sei verloren gegangen. "Und da hält man an der Kohleindustrie fest, die 20 000 Arbeitsplätze betrifft", klagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag. Es sei nötig, endlich die richtigen Wege als regierende Partei zu ebnen.

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