Update 28.11.2018 - 18:53 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Königsteiner Hans Martin Grötsch macht bei Freien Wählern Karriere

Es kam überraschend: Hans Martin Grötsch ist jetzt stellvertretender Landesvorsitzender einer bayerischen Regierungspartei, der Freien Wähler. Die Entscheidung für die Kandidatur fällte er recht kurzfristig.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger gratuliert seinem neuen Stellvertreter Hans Martin Grötsch (links) aus Königstein.
von Markus Müller Kontakt Profil

In sein neues Amt wurde Hans Martin Grötsch am Samstag auf der FW-Landesversammlung im niederbayerischen Essenbach gewählt. In der Partei war der 39-jährige Berufssoldat bisher als zweiter Vorsitzender des FW-Ortsverbandes Königstein, als stellvertretender Kreisvorsitzender von Amberg-Sulzbach sowie als Vorsitzender des Bundesfachausschusses der Partei für Wehr- und Sicherheitspolitik aktiv. Zudem sitzt er in Königstein im Marktgemeinderat und war in Hof, wo er bei der Bundeswehr stationiert ist, Direktkandidat der FW für die Landtags- und die Bundestagswahl. Im Interview mit Oberpfalz-Medien verrät Grötsch mehr zu den Hintergründen seines Karrieresprungs.

ONETZ: Herr Grötsch, wie viele stellvertretende Landesvorsitzende gibt es bei den Freien Wählern in Bayern überhaupt?

Hans Martin Grötsch: Es gibt fünf Stellvertreter.

ONETZ: Wann haben Sie sich denn entschieden zu kandidieren? War das eine kurzfristige Sache oder gab es einen längeren Vorlauf?

Hans Martin Grötsch: Es gab Vorzeichen, weil ich von mehreren Seiten angesprochen wurde zu kandidieren. Am Freitag um 10 Uhr habe ich mich endgültig dafür entschieden, aber ich habe mir lange Gedanken gemacht.

ONETZ: Wie war denn Ihr persönliches Wahlergebnis?

Hans Martin Grötsch: 177 Stimmen von 320 Delegierten.

ONETZ: Sind Sie als ein Aiwanger-Stellvertreter für ein bestimmtes Themenfeld oder eine bestimmte Region zuständig?

Hans Martin Grötsch: Das kann ich aktuell noch nicht detailliert beantworten. Ich möchte vor allem die Bürgernähe bewahren, Themen vor Ort diskutieren und dann nach München tragen. Diese Erdung zur Basis ist gerade im Hinblick auf unsere Regierungsverantwortung sehr wichtig. Wir haben hier in Nordbayern ganz andere Probleme als die Leute in Südbayern, und mit der Zeit habe ich ein Gefühl dafür bekommen, was im ländlichen Raum wichtig ist. Durch meine Kandidatur zur Bundes- und Landtagswahl in Hof (Oberfranken) habe ich aber auch einen Eindruck von dem, was in Städten wichtig ist, gewonnen.

ONETZ: Wie waren die Reaktionen auf die Wahl in Ihrem persönlichen Umfeld und bei den Königsteiner Freien Wählern? Bedeutet Ihr neues Amt auch eine Stärkung für den Ortsverband?

Hans Martin Grötsch: Natürlich habe ich nur positive Reaktionen im privaten Umfeld und aus Königstein erhalten. Es wäre wünschenswert, wenn es eine Stärkung für den Ortsverband bedeuten würde. Ich würde mir aber auch freuen, wenn es im Landkreis und in der gesamten Region zu positiven Reaktionen führen würde und wir zum Beispiel in der Stadt Sulzbach-Rosenberg und in Kümmersbruck politisch interessierte Personen finden, um die noch vorhandenen "weißen Flecken" der Freien Wähler in "orange" zu färben.

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