Horst Pirner feiert am 20. August seinen 70. Geburtstag. In etlichen öffentlichen Ämtern setzte er sich in und für die Marktgemeinde Königstein ein. Zur Welt kam er in Funkenreuth, „einem malerischen Dorf, gelegen am sonnigen Südhang des Ruhberges“, wie der Jubilar begeistert erzählt. Dass er mit seinem Geburtsort immer noch stark verbunden ist, zeigt seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Gaißach, zu deren Gebiet Funkenreuth gehört. Darüber hinaus baute er 1990 die Kameradschaft der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Gaißach mit der FFW Gaißach bei Bad Tölz auf, die genauso alt ist wie die hiesige FFW Gaißach.
Hausbau und jede Menge Ehrenamt
Nach seiner Heirat zog Pirner nach Königstein, wo der zweifache Vater für seine Familie ein eigenes Haus baute. Auch hier trat er der Feuerwehr bei. Er ist Gründungsmitglied des Kleintierzuchtvereins Königstein. Vor 42 Jahren trat er dem Gartenbauverein bei und übt dort seit 30 Jahren ehrenamtlich das Amt des Lehrpfadbeauftragten aus. Dafür wurde ihm im Jahr 2021 die seltene Auszeichnung „Silberpflanze der Loki-Schmidt-Stiftung“ verliehen.
Die Liste von Pirners Ehrenämtern nimmt aber noch kein Ende: Von 1988 bis 1990 war er stellvertretender und von 1990 bis 2016 Vorsitzender des Soldaten- und Kameradschaftsvereins. Danach wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und erhielt das große Verdienstkreuz am Bande des BSB. 33 Jahre lang bekleidete er das Amt des stellvertretenden Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes (BSB), davon zwei Jahre als Kreisvorsitzender. Bereits seit 35 Jahren sammelt er Spenden für den „Bund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“. Dafür erhielt er die Weißgoldene Verdienstspange.
Ansichts- und Schafkopf-Karten
18 Jahre war er Mitglied des Marktrates. Leidenschaftlich betreibt er Heimatgeschichte und Ahnenforschung. Daher sagte es ihm zu, als ihm die Marktgemeinde im Jahre 1996 das Amt des Ortsheimatpflegers antrug. Am Königsteiner Heimatbuch, das vor 42 Jahren erschien, arbeitete er bereits mit. Auch verfasste er etliche Vereinschroniken für verschiedene Vereine. „Früher ging ich zu den alten Königsteiner Bürgern und befragte sie zur Vergangenheit. Mittlerweile ist es so, dass Heimat-Interessierte zu mir kommen und mich befragen“, schmunzelt Pirner. Er ist nicht nur ein begeisterter Sammler von alten Ansichtskarten, sondern sammelt auch Schafkopf-Karten. Über 7000 Exemplare umfasst seine umfangreiche Sammlung bereits jetzt schon.
Eine Art Denkmal setzte sich Horst Pirner vor 25 Jahren. Er hatte die Idee zur Errichtung eines Kneippbeckens in Königstein. Den Plan fertigte er selbst, besorgte Sponsoren und packte mit freiwilligen Helfern den Bau an. Heute ist das Kneippbecken ein beliebter Treffpunkt für die Königsteiner und die Urlaubsgäste. Seit fünf Jahren fährt er unentgeltlich für die Verwaltungsgemeinschaft Königstein-Hirschbach die Bürger mit dem Bürgerbus zu Arztterminen, für Einkäufe und sonstige Erledigungen.
Beruflich war Pirner zuletzt Hausmeister an der Volksschule in Königstein.



















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