Königstein
28.01.2025 - 13:47 Uhr
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Markus Rippl hält als junger Vorsitzender den Soldatenverein Königstein am Leben

Markus Rippl ist der jüngste Vorsitzende, den der Soldaten- und Kameradschaftsverein Königstein in 122 Jahren je hatte. Und nicht nur das: Er darf sich auch als der Retter des Vereins fühlen.

Markus Rippl ist nicht nur der jüngste Vorsitzende des Soldaten- und Kameradschaftsvereins, sondern auch dessen Retter. Bild: hdk
Markus Rippl ist nicht nur der jüngste Vorsitzende des Soldaten- und Kameradschaftsvereins, sondern auch dessen Retter.

Als Stefan Vogl im vergangenen Jahr den Vorsitz im Soldaten- und Kameradschaftsverein Königstein und Umgebung aus privaten Gründen niederlegte, versprach er, einen Nachfolger einzuarbeiten und ihn als dessen Stellvertreter zu unterstützen. Allerdings schien niemand diese Aufgabe übernehmen zu wollen. Eine Woche vor der Wahl war noch immer kein Kandidat gefunden, so dass die Vorstandschaft schweren Herzens die Auflösung des Vereins ins Auge fassen und vorbereiten musste.

Drei Stunden vor der Jahreshauptversammlung nahte dann die Rettung in höchster Not: Nach langer Überlegung und etlichen Vorgesprächen teilte Markus Rippl seinen Entschluss mit, als Vorsitzender zu kandidieren. Er ist seit zehn Jahren Mitglied im Verein und hat seit 2019 als Beisitzer im Vorstand mitgearbeitet. „Der Soldaten- und Kameradschaftsverein ist ein fester Bestandteil unserer Gemeinde, den man nicht einfach sterben lassen kann“, erklärte er seine Entscheidung. Das zeigt sich auch daran, dass die Königsteiner einer der größten Soldatenvereine im Landkreis Amberg-Sulzbach sind.

Seine erste Jahreshauptversammlung als Vorsitzender hat der jetzt 28-jährige Markus Rippl kürzlich hinter sich gebracht. Sie ging ganz reibungslos und zügig vonstatten. "Aufgeregt war ich nicht", bemerkt er gelassen. Auf die Frage von Oberpfalz-Medien, welche Pläne er in seiner Amtszeit hat, erklärt er: „Ich möchte den Verein attraktiver machen, um so neue und jüngere Mitglieder zu gewinnen.“ Er denkt da an Fahrten in den Truppenübungsplatz, die Teilnahme an Veranstaltungen der Bundeswehr, an Ferien-Aktionen für die Jugend.

Fester Bestandteil des Vereinsprogramms ist die Organisation der Gedenkfeiern am Volkstrauertag. Rippl berichtet von Überlegungen zusammen mit der Gemeinde, den Ablauf zu ändern. Eine Idee ist, auf den Samstagabend auszuweichen, einen Gottesdienst zu feiern und daran die Gedenkstunde anzuschließen. Damit sollen mehr Bürger und Bürgerinnen animiert werden, teilzunehmen.

Der Verein hat aus der Sicht seines jungen Vorsitzenden die Aufgabe, an die Soldaten zu erinnern, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind, und zu mahnen, dass sich solche Kriege nicht wiederholen dürfen. Auch werde die Kameradschaft besonders hochgehalten, da in diesen Verein Mitglieder aller Altersgruppen zusammenkommen, sagt Rippl. Selbst in der Bundeswehr gedient habe er aufgrund des Wegfalls der Wehrpflicht nicht.

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