10.01.2020 - 18:17 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Neujahrsempfang der Freien Wähler Königstein

Dem Ehrenamt widmet sich der Neujahrsempfang der Freien Wählergemeinschaft Königstein im evangelischen Gemeindehaus. Dazu äußert sich der Landtagsvizepräsident Alexander Hold.

Die Hauptakteure des Abends (von links): Freie-Wähler-Ortsvorsitzende Doris Lehnerer, Landratskandidat Hans Martin Grötsch, Landtagsvizepräsident Alexander Hold, Musikant Peter Kraus und Bürgermeister Hans Koch.
von Autor SCKProfil

Den Empfang an der Schwelle der 2020er-Jahre eröffnete die Ortsvorsitzende Doris Lehnerer mit einer Zusammenfassung von Höhepunkten im Weltgeschehen der vergangenen zehn Jahre.

Als Grußredner sprach Bürgermeister Hans Koch zum Ende seiner Amtszeit von einem neuen und unvoreingenommenen Blick auf die Geschehnisse und ermutigte alle, dem neuen Jahr mit Zuversicht zu begegnen. Mit Blick auf das Ehrenamt, das Thema des Abends, hob Koch hervor, dass die unentgeltlich erfüllten Aufgaben und vollbrachten Tätigkeiten für den Staat unbezahlbar seien. Er erlaubte sich aber zugleich die kritische Anmerkung, dass die gesetzlichen Vorgaben für das Ehrenamt eher dazu geeignet seien, besondere Zurückhaltung hervorzurufen. Auch Beschimpfungen oder Beleidigungen für Personen im Ehrenamt motivierten wenig, sich einzubringen.

Eintrag ins goldene Buch

Angesichts der bevorstehenden Wahlen äußerte Koch in der Runde der zahlreichen Kandidaten den Neujahrswunsch, nicht nur gute Vorsätze zu fassen, sondern sie auch in die Tat umzusetzen. Den Ehrengast des Abends, Alexander Hold, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, bat er, sich in das goldene Buch des Marktes Königstein einzutragen. Dem kam der Abgeordnete mit einem Sinnspruch nach, den er in einer alten Inschrift des Jahres 1538 in einem Rathaus entdeckt hatte: "Wer dem gemeyn dienet hat ein bösen Herren!"

Beim Eintrag ins goldene Buch des Marktes Königstein.

Dieses Wort zitierte Hold auch in seiner Rede und gab freimütig zu, am Beginn seines politischen Engagements gefragt worden zu sein: "Warum tust Du dir das an?". Er erzählte von seinem Ärger über Politik, den er als Anstoß zu ersten eigenen politischen Schritten genommen habe.

Der Gedanke "Mach es selbst besser!" sei ihm Motiv für sein politisches Engagement und das Nutzen der persönlichen Möglichkeiten gewesen. "Ein ehrenamtlich Tätiger kann viel bewirken und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft", lautete eine der Kernaussagen des Landtags-Vizepräsidenten Alexander Hold. Er sagte auch, dass es nicht selbstverständlich sei, dass sich Menschen auf politischer Ebene ehrenamtlich engagierten.

Weg von ideologischer Sicht

Der stellvertretende Landesvorsitzende der Freien Wähler, Hans Martin Grötsch, erläuterte seine Beweggründe, als Landrat für den Landkreis Amberg-Sulzbach zu kandidieren. Viele positive Stimmen in seinem Umfeld hätten ihn dazu ermutigt. In vielen Gesprächen mit FW-Bürgermeistern, Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten fand er Befürworter seiner Kandidatur. Grötsch trat ein für eine unvoreingenommene Sachpolitik und forderte auf, Themen nicht ideologisch zu betrachten. Nur so könne sich eine Gesellschaft in die richtige Richtung entwickeln.

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