25.10.2019 - 15:11 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Streusalzsilo sorgt für Eiszeit zwischen Königstein und Hirschbach

Vor gar nicht langer Zeit dachten die Nachbargemeinden über einen Bauhof und eine Kindertagesstätte in gemeinsamer Verantwortung nach. Derartige Projekte sind jetzt in weite Ferne gerückt.

Zwischen Königstein und Hirschbach ist eine frostige Stimmung eingekehrt. Schuld daran ist ein Streusalzsilo.
von Autor SCKProfil

Das gute Einvernehmen zwischen den Partnern in der Verwaltungsgemeinschaft, dem Markt Königstein und der Gemeinde Hirschbach, scheint vorerst einmal dahin zu sein. In der Oktober-Sitzung des Marktrats machte der Königsteiner Bürgermeister Hans Koch seiner Enttäuschung über einen Beschluss der Nachbarn Luft.

Der Hirschbacher Gemeinderat hatte sich darauf verständigt, den Wintervorrat an Streusalz in einem eigenen Salzsilo einzulagern. Für Koch ein Widerspruch zu der bisher angestrebten interkommunalen Zusammenarbeit. Gesprächen über einen gemeinsamen Bauhof wie auch über eine gemeinsame Kindertagesstätte werde mit diesem Beschluss die Grundlage entzogen, gab Koch seine Einschätzung kund.

Weitere Ausgaben für Heizung

Die Erneuerung der Heizung im Feuerwehrhaus Königstein beschäftigte den Marktrat in seiner Oktobersitzung. Nachdem im Juli ein neuer Gasbrennwertkessel "Calenta Easy Ace" eingebaut wurde, muss nun auch die Heiztherme ausgetauscht werden. Der Markt hat ein Sanierungsangebot eingeholt, das Mehrausgaben von 8000 Euro im Haushalt 2019 erwarten lässt. Der Marktrat entschied sich einstimmig für das vorliegende Angebot der Bayerischen Energietechnik GmbH in Garching.

Für den erneuerten Brennwertkessel unterbreitete die besagte Firma das Angebot eines Wartungsvertrags. Daraus ergäben sich Kosten von zunächst 304,64 Euro pro Jahr für die Marktgemeinde. Ihr stünde in jährliches Kündigungsrecht zu. Der Rat schloss diesen Wartungsvertrag rückwirkend zum 1. Juli 2019 ab.

Vereinbarung mit Schützen

Der Schützenverein Tell 1923 Königstein plant seine neuen Schießstände im Bauabschnitt I der Stadelreihe. Um für den Bau Fördermittel zu bekommen, muss der Verein eine Nutzungsvereinbarung mit dem Markt Königstein vorweisen. Der Marktrat erteilte seine Zustimmung zu einer Mindestlaufzeit von 25 Jahre. Darüber hinaus wird eine Anpassung an die weiteren Erbpachtverträge mit einer Laufzeit von bis zu 99 Jahren angestrebt.

Parkausweis verlängert

Im November 2017 bekam eine Familie einen befristeten Bewohnerparkausweis ausgestellt. Er läuft mit der Vollendung des sechsten Lebensjahres ihres Sohnes im Januar aus. Da der Junge noch bis zum Herbst weiter den Kindergarten besucht, bat die Familie um eine Verlängerung. Der Marktrat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die Parkerlaubnis bis Ende 2020 auszudehnen.

Info:

Informationen aus der Marktratssitzung

Förderbescheid ist da

Für die Sanierung der Stadelreihe sei der Bewilligungsbescheid eingetroffen und dadurch eine Finanzierungslücke geschlossen. Nach dem Abzug der Städtebauförderung bleibe ein Eigenanteil von 150 000 Euro bei der Marktgemeinde.

Notsicherung eingeleitet

Der Bürgermeister berichtete schließlich über notwendig gewordene Notsicherungsmaßnahmen an einem denkmalgeschützten Gebäude. Dort sei mittlerweile auch das Dach undicht.

Schilder am Kirchenradweg

Der Förderkreis für den Simultankirchen-Radweg sieht Hinweisschilder für die St.-Georgskirche in Königstein und die St. Laurentiuskirche in Kürmreuth vor. Diese Schilder sollen vorerst in provisorischer Gestaltung aufgestellt werden.

Feueralarm digital

Für die digitale Alarmierung bei den Feuerwehren im Landkreis plant Königstein ab 2020 Haushaltsmittel ein. Dazu erfolgt eine landesweite Ausschreibung.

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