04.09.2020 - 11:07 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Weibliche Doppelspitze für Freie Wähler Königstein

Die Bürgermeister- und die Marktgemeinderatswahl haben die Freien Wähler in Königstein erfolgreich bewältigt. Jetzt bringen sie noch eine interne Entscheidung über die Bühne.

Die neu formierte Führungsmannschaft der Freien Wählergemeinschaft Königstein um die wiedergewählte Vorsitzende Doris Lehnerer (Mitte) und ihre Stellvertreterin Martina Prasse (Vierte von links).
von Externer BeitragProfil

Bei der Jahreshauptversammlung gab die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Königstein am vergangenen Dienstag ihrer Vorsitzenden Doris Lehnerer erneut das Vertrauen. Vorher schaute sie auf die Aktivitäten in den Jahren 2019 und 2020 zurück.

Geprägt seien die Monate bis zum Lockdown durch den Kommunalwahlkampf gewesen. Er endete mit einem großen Erfolg für die Freien Wähler. Sie stellen mit Bernhard Köller den Bürgermeister und errangen die Mehrheit im Marktrat. Darauf werde sich die FWG nicht ausruhen, kündigte Lehnerer an, sondern sich personell noch breiter aufstellen. Dafür böten die anschließenden Vorstandswahlen eine erste Gelegenheit.

Die von den Mitgliedern bestätigte Vorsitzende Doris Lehnerer bildet mit ihrer neuen Stellvertreterin Martina Prasse künftig eine weibliche Doppelspitze. Im Amt bleiben Schriftführer Marco Brunner, Schatzmeisterin, Manuela Köller und die beiden Kassenprüfer, Manfred Meier und Hans Scheibeck. Zu Beisitzern wurden Markus Arnold, Manuel Kempa und Horst Meidenbauer gewählt. Delegierte sind Bernhard Köller, Doris Lehnerer und Manuel Kempa.

Der stellvertretende Landrat Franz Mädler gratulierte den Königsteinern zum Wahlerfolg mit der Besetzung der drei Bürgermeisterposten und der Mehrheit im Marktgemeinderat. Hans Martin Grötsch, Fraktionssprecher und stellvertretender Landesvorsitzender der Freien Wähler, sprach kommunalpolitische Themen an.

Die interkommunale Zusammenarbeit, vor allem mit der Nachbargemeinde Hirschbach, war ihm sehr wichtig: "Daher haben wir unseren Dritten Bürgermeister Christian Hirsch, gebürtig aus der Gemeinde Hirschbach, in den Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft entsandt", erklärte Grötsch. Persönlich erhoffe er sich von der Gemeinde Hirschbach positive Zeichen für eine weitere Zusammenarbeit. Das sehr gute Verhältnis zwischen den Bürgermeistern sei ein erster Schritt.

Grötsch bedauerte die Verzögerungen beim Thema Kindertagesstätte. Der Marktrat sei in seiner jüngsten Sitzung nochmals über den Stand der Planungen informiert worden. Von den Eltern hätte er sich allerdings bei dieser Sitzung mehr Interesse erwartet.

Die Straßenprioritätenliste sollte der Bauhofleiter für den Umwelt- und Bauausschuss nach jedem Winter aktualisieren, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben. Aktuell laufen die Planungen für die Sanierung des Pfarrwegs sowie der Obermühlstraße. Für mehr Maßnahmen gebe es keine Möglichkeiten im Haushalt 2020.

Bei der Feuerwehr Königstein stehe die Anschaffung eines neuen Autos für rund 400 000 Euro auf der Agenda. Nicht vergessen werden dürfe dabei, dass am Feuerwehrhaus in Königstein ebenfalls großer Handlungsbedarf bestehe. Dies bezog Grötsch auch auf die Gerätehäuser in Gaißach, Namsreuth und Kürmreuth.

Die Telekom plane zwei neue Mobilfunkmasten bei Lunkenreuth und Mönlas. Von ihnen versprach sich Grötsch eine bessere Netzabdeckung in den nordöstlichen Ortsteilen der Marktgemeinde. Der versandete Brunnen in Döttenreuth stehe für die Trinkwasserversorgung aktuell nur begrenzt zur Verfügung. Hier zeige sich die Dringlichkeit eines Notverbunds. Bürgermeister Köller versuche, die Gespräche mit der Sigl-Sigras Gruppe wieder aufzunehmen.

Die Pachtzeit des TSV Königstein wurde bis 2060 verlängert. Somit könne der Verein Fördermittel für die geplanten Maßnahmen am Sportplatz abrufen. Grötsch stellte nochmals klar, dass der TSV seine Wasserkosten selbst trage.

Belastungsprobe für die Verwaltungsgemeinschaft

Hirschbach
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