Die Vorfreude auf die Hochzeit seiner Enkelin Lisa ist Johann Meller an seinem 85. Geburtstag, den er am Mittwoch feierte, förmlich ins Gesicht geschrieben. Schon wieder sind fünf Jahre ins Land gezogen, verändert hat sich der Senior aber nicht. Der stets freundliche und immer gut aufgelegte Kößinger strotzt geradezu vor Vitalität. An seinem Geburtstag bleibt ihm auch gar keine Zeit, über etwaige Zipperlein nachzudenken, denn die Gratulanten geben sich die Türklinke in die Hand.
Mellers Verdienste um die Gotteshäuser der Pfarrgemeinde Böhmischbruck und um die schmucke Ortschaft Kößing sind bis heute unvergessen. Bei den Kirchenrenovierungen der Dorfkirche St. Peter und Paul oder auch in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ war der umtriebige Landwirt mit anderen Dorfbewohnern über viele Jahre hinweg an vorderster Front mit dem damaligen Stadtpfarrer Franz Winklmann anzutreffen. Es ist unbeschreiblich und eine wahre Meisterleistung, was seine Hände Werk unter größter Anstrengung schufen.
Der Jubilar ist auch im Unternehmen seines Sohnes Hans bis heute eine unverzichtbare Stütze. Die Sorge um die Kirchen verliert Meller bis heute nicht aus seinem Blick, auch wenn er nicht mehr seine Kraft einsetzt, überreichte er an seinem halbrunden Geburtstag doch ein Kuvert mit einer Spende an Dekan Alexander Hösl, der das Geld für die Ortskirche gut brauchen kann. Am 24. Juli in Kößing geboren, besuchte Meller nach der Schulzeit die Landwirtschaftsschule in der Friedrichsburg. 1965 heiratete der junge Mann die Döllnitzerin Hedwig Großmann. Tochter Maria und Sohn Hans komplettierten die Familie. Stolz ist Meller auf seine sechs Enkelkinder.
Bürgermeister Andreas Wutzlhofer überbrachte die besten Glückwünsche zum Ehrentag. Auch Kirchenchor, Pfarrgemeinderat, Obst- und Gartenbauverein „Pfreimdtal“ und die Feuerwehr, bei der Meller Ehrenmitglied ist, gratulierten. Tagtäglich fährt er noch mit seiner Ehefrau in die Firma seines Sohnes nach Vohenstrauß, berichtete er stolz. Vor zwei Jahren machte sich Meller wohl das schönste Geschenk, als er die über viele Jahrzehnte abgängige Glocke der Dorfkirche aus Rückersrieth wieder an ihrem angestammten Platz zurückführte.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.