Kötzersdorf bei Kemnath
12.11.2019 - 10:30 Uhr

Breitband zu "schmal"

Relativ übersichtlich war der Fragenanteil in der Bürgerversammlung in Kötzersdorf. Für die heftigste Wortmeldung sorgte das Thema Breitbandausbau.

Aufmerksam lauschten die Zuhörer in Kötzersdorf den Ausführungen von Bürgermeister Werner Nickl. Bild: stg
Aufmerksam lauschten die Zuhörer in Kötzersdorf den Ausführungen von Bürgermeister Werner Nickl.

Zuvor hatte Bürgermeister Werner Nickl berichtet, dass die Vergabe des Ausbaus an die Firma Amplus zwar erfolgt sei, das Unternehmen die Kommune allerdings in Stich gelassen habe (wir berichteten).

Ein Zuhörer aus dem massiv unterversorgten Ortsteil Schlackenhof betonte, dass "der Zustand so nicht tragbar" sei. Er plädierte dafür, dass die Kommune das nun in die Hand nehmen müsse. Auch fragte er nach, ob es sich nicht auch um ein Versäumnis der Kommune handle. Nickl konnte zwar die Wut des Zuhörers nachvollziehen, machte aber auch deutlich, dass die Stadt an der Situation keine Schuld trage. "Diese liegt einzig bei der Firma, an die wir auf Basis der eingereichten Angebote vergeben mussten."

Ein anderer Zuhörer monierte den Zustand der Brücke beziehungsweise der Straße in Schlackenhof. Dieses Sanierungs-Projekt könne man nicht mehr auf die lange Bank schieben. Ein weitere Frage zielte auf die Zukunft der Areale, auf denen jetzt noch die Realschule und der Milchhof stehen. Für die Realschule gilt laut Bürgermeister dass diese erst einmal dem Landkreis gehöre. Hier werde es aber Gespräche über die künftige Nutzung geben. Beim Milchhof sei der Sachstand, dass die Molkerei Mitte 2021 die Produktion dort einstellen wolle. Die Kommune überlege, das Areal zu erwerben, die Gebäude komplett abzubrechen und schließlich einer Wohnbebauung zuzuführen. Hierfür seien dann aber noch Voruntersuchungen zum Beispiel zur Bodenbelastung nötig. Von sich aus sprach der Rathauschef die Diskussion über geplante Windräder im Hessenreuther Wald an: "Tatsache ist, dass es bisher zu dem Thema keine Anfrage bei der Stadt Kemnath gibt". Der Stadtrat werde sich erst offiziell dazu äußern, wenn es auch eine Anfrage oder eine Planung gebe. "Alles andere wäre Rumstochern im Nebel", meinte Bürgermeister Nickl.

 
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