12.03.2020 - 15:39 Uhr
Kötzersdorf bei KemnathOberpfalz

Hilfe mit 3700 Kilometern

Die Feuerwehr Kötzersdorf blickt zurück.

Wiedergewählt wurden Kommandant Markus Nickl (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Michael Eldracher (Dritter von rechts) für weitere sechs Jahre an der Spitze der aktiven Wehr. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther (links) und Kreisbrandmeister Florian Braunreuther gratulieren (rechts).
von Hubert BrendelProfil

Kommandant Markus Nickl und sein Stellvertreter Michael Eldracher wurden in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr im Gasthaus Busch für die nächsten sechs Jahre wiedergewählt. In seinem Rechenschaftsbericht unterstrich Nickl, dass die Floriansjünger auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken können.

Das Spektrum des arbeitsreichen Jahres war für die Aktiven sehr vielfältig. Dabei verwies der Kommandant auf die mit Erfolg absolvierte Leistungsprüfung "Gruppe im Löscheinsatz" sowie die Teilnahme an der Truppführerausbildung. Zu den insgesamt elf Übungen gehörte auch der Einsatz am Milchhof. Neben zwei Brandeinsätze listete der Chef der Floriansjünger die technischen Hilfeleistungen, meist mit der Wehr Höflas, auf, darunter eine Fahrbahnreinigung, eine Baumbeseitigung, Sicherheitswachen oder die Verkehrssicherung bei der Wallfahrt nach Marienweiher.

Knotenkunde uns Wissenstest

Am Einsatzfahrzeug musste eine umfassende Reparatur vorgenommen werden. Zu verzeichnen war im Berichtszeitraum auch ein Wassereinbruch am Gerätehaus. In diesem wurde ein Alarmmonitor angebracht. In Bezug auf die Fahrzeugwartung berichtete der Kommandant über die mit dem Einsatzfahrzeug gefahrenen 3700 Kilometer. Für dieses Jahr kündigte er eine eventuelle Einführung der digitalen Funkmelder an.

Mit der Wehr Schönreuth wurde die Anschaffung der Schutzausrüstung besprochen, die voraussichtlich im Mai ausgeliefert wird. Dazu informierte Bürgermeister Werner Nickl, dass alle Wehren der Stadt mit einem Komplettsatz der Schutzausrüstung (Gesamtkosten 68 000 Euro) ausgerüstet werden.

Vielfältig waren die Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses, auf die Jugendwart Florian Trummer zurückblickte. Dabei erinnerte er an den Erste-Hilfe-Kurs zur Auffrischung, der umfangreichen theoretischen und praktischen Ausbildung zur Löschwasseraufnahme und -versorgung sowie zur Knotenkunde und den Vorbereitungen zum Wissenstest. Daran haben neun Jugendliche mit Erfolg teilgenommen. Als letzte Stufe, die vier junge Floriansjünger erklommen haben - Oliver Nickl, Fabian Voita, Alexander Nickl und Jonas Moeller - überreichte Kommandant Markus Nickl die Urkunden. Im vergangenen Jahr war die Wehr erneut Ausrichter der "Bayerischen Jugendleistungsprüfung", an der erstmals sechs Feuerwehranwärter aus ihren Reihen mit Erfolg teilnahmen. Ferner berichtete der Jugendwart von der Teilnahme mit Jugendlichen der Wehr Kastl, an der Jugendolympiade in Waldsassen mit einem neunten Platz. Nicht unerwähnt blieb die Ausflugsfahrt der Feuerwehranwärter, die zur Feuerwache nach Amberg führte verbunden mit einem Abstecher zum Monte Kaolino.

Aktiver Nachwuchs

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther informierte über statistische Eckpunkte zu Einsätzen und Alarmierungen im Kreisfeuerwehrverband (KFV) Tirschenreuth. Er warf einen Blick auf die Inspektionen der Ortswehren und streifte das Thema der Abgasabsaugung in den Feuerwehrgerätehäusern. Er lobte die Jugendarbeit, die er als vorbildlich bezeichnete. Gleichzeitig hob er hervor, "auf die Wehr Kötzersdorf ist stets Verlass, die auch keine Scheu vor neuen Sachen und Ideen hat". Sein Dank galt den Floriansjüngern für ihre geleistete Arbeit und stete Einsatzbereitschaft sowie auch der Stadt Kemnath für ihr offenes Ohr, wenn es um die Belange der Wehren geht.

Der engagierte Feuerwehrnachwuchs gehört bei der Wehr Kötzersdorf zu den Aktivposten. Dies ging aus dem Bericht von Irene Nickl als Betreuerin der Kinderfeuerwehr hervor, die Margit Hautmann und Sandra Lauterbach unterstützten. Sie blickte auf ein ereignisreiches Jahr mit zahlreichen Aktivitäten zurück. Dabei standen für die sieben Feuerwehrkids im Alter von sechs bis sieben Jahren Spiel und Spaß im Vordergrund. Sie erwähnte Pizzabacken und eine Schnitzeljagd. Aber auch die vielfältigen Rettungsmaßnahmen, mit denen sich die Kinderfeuerwehr befasste, waren Bestandteil im Jahresprogramm.

Ergänzend zum Bericht des Jugendwartes gab Luis Ring als Jugendsprecher einen kurzen Jahresrückblick. Dabei erwähnte er die wöchentlichen Treffen, bei denen sich die Jugendlichen unter anderem mit der Modularen Truppausbildung (MTA) beschäftigen und an Kursen teilnahmen. Auch finanziell stehe die Jugendwehr auf eignen Füßen und habe mit Alexander Nickl einen Kassier in ihren Reihen, der für die Jugend über einen zufriedenstellenden Kassenbestand berichtete. Wie aus dem vorausgegangenen Bericht des Kassiers Thomas Reger zu entnehmen war, wurde der Erlös der Christbaumsammelaktion wiederum der Jugendwehr zur Verfügung gestellt.

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