04.04.2019 - 17:20 Uhr
Kötzersdorf bei KemnathOberpfalz

Eine schnelle Truppe

Rathauschef Werner Nickl fasste die Arbeit in der Jagdgenossenschaft treffend zusammen: "Ihr seid eine echte Genossenschaft, die zusammensteht". Von dieser Einheit war die Hauptversammlung im Landgasthaus Busch durchdrungen.

Der neue Vorstand der Jagdgenossenschaft: (von links) Manfred Schäffler, Wolfgang Veigl senior, Norbert Busch, Wolfgang Veigl junior, Richard Pscherer, Stefan Pflanzl, Bürgermeister Werner Nickl und Tobias Busch.
von Bernhard KreuzerProfil

Nur eine Stunde nahm die Jahreshauptversammlung der Kötzersdorfer Jagdgenossen mit Neuwahlen in Anspruch. Vorsitzender Stefan Pflanzl hob in seinem Bericht die Wegebaumaßnahmen zum "Wasserkasten" und in Haunritz hervor. Er dankte der Stadt Kemnath für das zur Verfügung gestellte Einbaumaterial sowie den Jagdgenossen, die schnell zur Schaufel greifen, um Wege auszubessern. Im Maschinenpark müssten das Lager und die Welle der Cambridge-Walze ausgewechselt werden. Auch bat Pflanzl, ihm Veränderungen bei den Jagdflächen anzuzeigen.

"Keine besonderen Vorkommnisse", vermeldete Jagdpächter Wolfgang Veigl senior. Der Abschuss beim Rehwild sei erfüllt worden. Die Wildschweine hätten "Gott sei Dank nur Trittspuren" hinterlassen. Noch nicht abgeschlossen sei die Streckenliste. Sie wird acht erlegte Füchse enthalten. In dem umfangreichen Teichgebiet seien zum Frühlingsbeginn die Kormorane eingefallen. Ruhe brachte der Abschuss einiger Vögel. Neue Tierarten wie den Otter oder Wolf hätten sich noch nicht eingestellt.

Die Bitte, ihn 24 Stunden vor einer Wiesenmahd zu informieren, richtete Veigl an die Landwirte. Dies sei Verpflichtung geworden. Eine Strafe bis zu 3000 Euro drohe bei Unterlassung. Bei großen Wiesenflächen bat er, mit der Mahd in der Mitte zu beginnen, damit Kitze nach außen ausweichen könnten.

Die große Elsternpopulation bereitet vielen Jagdgenossen Sorgen. Sie forderten eine Reduzierung zum Schutz der Singvögel. Die Bejagung der Nesträuber gestaltet sich laut Wolfgang Veigl junior nach dem Verbot von Massentierfallen schwierig.

Jede einzelne Buchung in der Kasse legte Tobias Busch offen. So auch einen Zinsertrag von 1,03 Euro, von dem 26 Cent Kapitalertragsteuer und 1 Cent Solidaritätsabgabe einbehalten wurden. Richard Pscherer und Norbert Busch bestätigten eine vorbildliche Kassenführung. Soweit der Pachtzins nicht für die Reparatur der Walze und den Wegebau benötigt wird, ist er der Rücklage zuzuführen.

Einmütig bestätigten die Jagdgenossen bei den Neuwahlen ihren Vorstand für weiter fünf Jahre. Vorsteher bleibt Stefan Pflanzl, sein Stellvertreter Wolfgang Veigl junior. Beisitzer sind Hubert Busch und Manfred Schäffler. Schriftführer ist weiterhin Wolfgang Veigl senior, Kassenführer Tobias Busch. Als Revisoren fungieren wieder Norbert Busch und Richard Pscherer.

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