18.12.2018 - 13:37 Uhr
KohlbergOberpfalz

Eine Arche für die Kleinen

Der Anbau der Kinderkrippe ist fertiggestellt und bereits voll belegt. Beide Geistlichen und Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer übergeben das Gebäude in einer Feierstunde ihrer Bestimmung .

Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer informierte bei der offiziellen Inbetriebnahme auch über Schwierigkeiten beim Bau der neuen Kinderkrippe Arche Noach.
von Autor JMLProfil

In Kohlberg liegt das Kind schon vor Weihnachten in der Krippe. Genauer gesagt, ein knappes Dutzend der Kleinen unter drei Jahren tummeln sich seit Anfang November im nagelneuen Krippenanbau des Kindergartens "Arche Noach" Und von daher braucht die Weihnachtsgeschichte auch nicht umgeschrieben werden.

Nach nur siebenmonatiger Bauzeit konnte die Erweiterung der Anlage jetzt in einer kleinen Festrunde offiziell in Betrieb genommen werden. Für die interessierte Öffentlichkeit ist kommendes Frühjahr ein Tag der offenen Tür geplant, bei welchem auch den am Bau beteiligten Firmen für ihre vorzügliche Termineinhaltung und exakte Arbeit gedankt wird.

Leonhard Steinsdörfer begrüßte in seiner Funktion als Kirchenpfleger und "Chef" des Kindergartens in katholischer Trägerschaft die Fachplaner Karlheinz Popel und Kevin Flexeder vom Ingenieurbüro Dobmeier sowie die Projektleiterin Ilona Lang vom 2G Architekten & Stadtplanerbüro aus Weiden. Lang übergab statt des obligatorischen Schlüssels ein großes Delfinbild für den Eingangsbereich der Krippe.

Die Andacht, Evangeliumslesung, Gebete, Segnung und kirchliche Weihe der Räume nahmen der evangelische Ortspfarrer Martin Valeske sowie sein katholischer Amtsbruder Varghese Puthenchira in einem ökumenischen Ritual gemeinsam vor. Mit anwesend war Priester Adam Nieciecki, der ebenso wie die damalige Kiga-Leiterin Maria Lippert die Anfangsplanungen mit begleitete. Sowie auch Pater Prince Kalarimuryil, er unterstützt den Priester in der katholischen Seelsorge-Einheit. Bürgermeister Rudolf Götz sowie die Markträte Walter Fischer und Lothar Pöll repräsentierten den Markt. Pfarrgemeinde- und Elternbeiräte, Mitglieder der Kirchenverwaltung und das gesamte Kindergartenteam unter ihrer Leiterin Marion Eitel nahmen an der Eröffnung teil.

Götz und Pöll überreichten Kuverts an Steinsdörfer. Dessen Rede begann mit dem Sprichwort: "Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter." Dann ging er aber auf die gar nicht goldene Zeit der Vorplanung ein, in welcher immense Hürden zu überwinden waren. "Aller Anfang ist schwer, war mehr als treffend für unser Vorhaben", bekannte der Kirchenpfleger, dem aber von allen Sprechern höchstes Lob für sein jahrelanges Engagement und stetige Ansprechbarkeit gezollt wurde. Und, wie Kiga-Leiterin Eitel in ihren Ausführungen betonte: "Für seine oft aufmunternden Worte." Auch Nieciecki lobte Steinsdörfer als die immer treibende Kraft, welche bei dem Projekt aber etliche graue Haare mehr bekommen hat.

Steinsdörfer dankte in einer langen Liste allen Beteiligten wie der Marktgemeinde, welche einen Großteil der knapp 800 000 Euro Kosten tragen muss und die laufenden Ausgaben abzudecken hat, ebenso der Regierung sowie der Diözese für deren Zuschüsse und nicht zuletzt den privaten Sponsoren von Einrichtungsgegenständen, Spielmaterialien und Geldbeträgen. Er sieht das Geld jedoch gut angelegt, denn ein afrikanisches Sprichwort sage: "Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen."

Außerdem sei das Kinderhaus jetzt mehr denn je ein Aushängeschild für den Markt. Das Betreuungs- und Bildungsangebot für die Mädchen und Buben sollte immer Schwerpunktthema der Kommunalpolitik sein, so der Kirchenpfleger. Dem stimmte der Bürgermeister gerne zu. Er hofft, dass Krippe und Kindergarten immer voll belegt sind.

Ortspfarrer Martin Valeske und sein katholischer Amtsbruder Varghese Puthenchira segneten gemeinsam die neuen Räume der Kinderkrippe.
Marion Eitel, die Leiterin des Kindergartens Arche Noach in Kohlberg hat allen Grund zu strahlen. Die neue Krippe mit 12 Plätzen für Kinder unter drei Jahren ist sehr gut ausgestattet.

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