11.09.2020 - 12:33 Uhr
KohlbergOberpfalz

Einweihung für die Schlussetappe

„Gut Ding will Weile haben!“ Bereits vor 20 Jahren war er angedacht und nun nach Beteiligung dreier Bürgermeister ist er vollendet: der Radweg von Weiden bis Kohlberg. Jetzt fehlt nur noch ein kleines Stück.

Der Radweg ist offiziell eröffnet durch (von links) stellvertretenden Landrat Albert Nickl, Bürgermeister Gerhard List, Baudirektor Gerhard Kederer und Altbürgermeister Rudolf Götz.
von Redaktion ONETZProfil

Am Donnerstagnachmittag wurde das letzte Teilstück des Radwegs von Weiden bis Kohlberg zwischen Hannersgrün und der Kläranlage offiziell eröffnet. Es ist etwa einen Kilometer lang, wovon etwa die Hälfte mit 2,50 Meter Breite als reiner Radweg vorgesehen ist. Der restliche Teil mit drei Meter Breite kann zusätzlich vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden.

Bürgermeister Gerhard List begrüßte zu der kleinen Feier einige Bürgern, Markträte und insbesondere den stellvertretenden Landrat Albert Nickl, Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, Christian Faderl vom Planungsbüro Renner + Hartmann, Amberg, Helmut Seebauer von der ausführenden Firma aus Schwarzhofen sowie Michael Klein, Bau-Sachgebietsleiter an der VG Weiherhammer.

Langzeitprojekt nähert sich seinem Abschluss

Kohlberg

Bereits im Juli 2016 war das erste Teilstück vom Sportplatz Etzenricht bis Hannersgrün eröffnet worden. Dann stockte der Weiterbau wegen Grundstückskäufen und einem Biotopbereich. Doch inzwischen wurden diese Herausforderungen gemeistert. Alle Anwesenden, so List, hätten ihren Teil dazu beigetragen, dass dieser Radweg nun fertiggestellt werden konnte: Die Landwirte und Grundstückseigentümer stellten ihre Flächen zur Verfügung, das Landratsamt ermöglichte die Streckenführung, das Staatliche Bauamt sicherte durch die Mittelbereitstellung die Finanzierbarkeit. Die während der Bauphase aufgetretenen Schwierigkeiten seien durch das Planungsbüro und die Baufirma hervorragend gelöst worden.

Schon vor zwei Jahrzehnten habe Bürgermeister Karl Prösl einen Versuch unternommen, Weiden und Amberg durch einen Radweg zu verbinden. Die Pläne wurden aber wegen von der Gemeinde zu tragenden hohen Kosten zu den Akten gelegt. Gesellschaftliche Veränderungen hin zu mehr Radwegen und der Trend zum Radfahren bewegten dann Prösls Nachfolger Rudolf Götz dazu, das Thema zu reaktivieren. Bessere Fördermöglichkeiten machten schließlich den Bau möglich. List hofft nun, dass auch noch der Lückenschluss in Richtung Amberg vollzogen werden kann.

Das nannte auch stellvertretender Landrat Nickl als langfristiges Ziel. Er lobte die Förderung von Radverbindungen durch den Freistaat und den Trassenverlauf auf größtenteils bestehenden Flurwegen abseits der verkehrsreichen Staatsstraße. Die Corona-Pandemie habe einen positiven Aspekt gebracht: dass sich die Menschen mehr um die Heimat kümmern, sie erleben und die schöne Oberpfalz kennen lernen wollen, wodurch das Radfahren in der Natur einen Aufschwung nahm.

Baudirektor Kederer freute sich, dass nach einigen Jahren und etlichen Diskussionen und Bemühungen das Werk vollendet ist. Nun gelte es, den Abschnitt bis Hirschau in Angriff zu nehmen, von wo bereits bestehende Radwege nach Amberg führen.

Danach schnitten List, Nickl, Kederer und Götz das zwischen Sonnenblumen gespannte Band durch und der jüngste Radfahrer spurtete gleich los, gefolgt von einigen weiteren Radlern. Bürgermeister List lud alle Teilnehmer zur Feier des Tages zu einem Imbiss mit verschiedenen Häppchen und Getränken im in einigen hundert Metern entfernt aufgestellten Pavillon ein.

„Jungfernfahrt“ auf dem neuen Radweg.
Endlich freie Fahrt per Rad bis Etzenricht und Weiden.
Sie stoßen auf unfallfreie Fahrten auf diesem Weg an: Altbürgermeister Götz, sein Nachfolger List, Baudirektor Kederer und stellvertretender Landrat Nickl.
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