24.09.2020 - 10:52 Uhr
KohlbergOberpfalz

Exotischer Tintenfischpilz im heimischen Garten

Matthias Zielbauer aus Kohlberg macht beim Rasenmähen in seinem Garten einen sehr ungewöhnlichen Fund. Auf der Wiese wachsen exotische Tintenfischpilze.

Matthias Zielbauer findet etliche Tintenfischpilze auf seiner Wiese. Deren Sporen sind um die halbe Erde gereist.
von Autor JMLProfil

„Was ist denn das?“, fragte sich OWV-Vogelwart Matthias Zielbauer, als er auf der Wiese neben seinem Wohnhaus tentakelartige Finger entdeckte. Einige dieser Dinger hatte vorher schon sein Rasenmäher geschreddert. Zielbauer hat sich im Internet schlau gemacht und staunte nicht schlecht, was er da gefunden hat. Es sind Tintenfischpilze aus der Südsee, die eigentlich in Australien, Tasmanien, oder Neuseeland beheimatet sind.

Etwa 1913 wurde die Pilze nach Europa eingeschleppt und sind inzwischen an vielen Orten anzutreffen. Krakenarmpilz, Teufelsfinger, Tintenfisch-Gitterling und Oktopus-Pilz wird die Art auch genannt. Und so sieht das, wenn auch nicht giftige, aber als ungenießbar geltende Exemplar auch aus, wie eine Minikrake.

Auch in Waldeck finden sich die Exoten

Waldeck bei Kemnath

Der junge Pilz wächst zuerst als drei bis fünf Zentimeter breites Hexenei, ähnlich wie die Stinkmorchel. Die 4 bis 6 langen roten Arme, etwa 10 Zentimeter lang, breiten sich dann sternförmig aus und verströmen einen intensiven und penetranten Aasgeruch. Von Frühsommer bis Spätherbst locken Duft und Farbe Fliegen und Mistkäfer an, die dann seine Sporen weiterverbreiten - falls dies nicht auch Zielbauers Rasenmäher schafft.

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