04.07.2019 - 17:56 Uhr
KohlbergOberpfalz

Großeinsatz für 14 Feuerwehren

14 Feuerwehren und das BRK haben mit insgesamt 179 Einsatzkräften einen Brand bei Kohlberg bekämpft. Neben Feld- und Geräteschäden sind keine größeren Auswirkungen entstanden. Die Feuerwehr warnt eindringlich zur Vorsicht in nächster Zeit.

Das Feuer auf einem Feld bei Kohlberg hinterlässt verbrannte Erde. 14 Feuerwehr sind am Dienstag im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das größte Problem war das Löschwasser, das in Tanks an den Brandort transportiert werden muss.
von Stefan NeidlProfil

Ein landwirtschaftlich genutztes 250 auf 400 Meter großes Feld bei Kohlberg war bei Arbeiten mit einem Mähdrescher in Brand geraten. "Gegen 17.15 Uhr wurde Alarm ausgelöst", informiert Kreisbrandrat Marco Saller. Er hat gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz und Kreisbrandmeister Gerald Wölfl den Einsatz geleitet. Die Rauchentwicklung war kilometerweit zu sehen.

Die nächste Wasserentnahmestelle war rund 500 Meter entfernt, weswegen aufgrund der abgeschiedenen Lage Löschfahrzeuge mit einem großen Tank benötigt wurden. "Es rückten die Feuerwehren Kohlberg, Hannersgrün, Kaltenbrunn, Mantel, Weiherhammer, Freihung, Hirschau, Schnaittenbach, Thansüß, Ehenfeld, Eschenbach, Leuchtenberg, Altenstadt und Neustadt/WN mit 164 Feuerwehrleuten an. Zusätzlich waren 15 BRK´ler und eine Schnelleinsatzgruppe zur Versorgung vor Ort" beschreibt Saller die Dimensionen des Brandes. Am Feld wurde eine örtliche Einsatzleitung gebildet, die die Führung übernahm. Nach 45 Minuten war der Brand im Griff, nach drei Stunden der Einsatz wieder beendet.

Erstmeldung zum Brand bei Kohlberg

Kohlberg

Die Polizeiinspektion Neustadt/WN sucht noch nach den Ursachen. "Wichtig ist vor allem, dass niemand verletzt wurde", teilt sie mit. Der genaue Sachschaden müsse erst noch beziffert werden, sollte aber nicht dramatisch sein. Auf den zwei Hektar des sieben Hektar großen Feldes seien neben der landwirtschaftlich genutzten Fläche mit ein paar Büsche und Wiese abgebrannt. Außerdem entstand an dem Mähdrescher ein Schaden von 5000 Euro. Ein Traktor konnte noch vom Feld gefahren werden, er hat nur Reifenschäden erlitten. Indizien für Fremdeinwirkung gäbe es keine, der Bauer vermute dass Steine im Mähdrescher einen Funkenschlag verursacht haben könnten.

Schichtleiter Robert Schmid von der ILS hält diese Theorie für plausibel. Bei der Trockenheit reichen schon kleine Impulse um ein Feuer zu entfachen. Sein Rat an Autofahrer: Bei der Hitze mit einem heißen Auspuff nicht über trockenes Gras fahren. Selbst das könnte schon zu einer Entzündung führen.

Am Folgetag entstanden schon wieder Brände in Mantel, Neudorf und Bechtsrieth. Saller appelliert an die Bevölkerung: "Die nächsten Tage werden wir Waldbrand-Gefahrenstufe vier bis fünf haben. Bitte die nächsten Tage offenes Feuer in Gras oder Waldnähe vermeiden." Die Gefahr eines Brandes sei einfach zu groß.

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