22.10.2020 - 12:08 Uhr
KohlbergOberpfalz

Kasse der Kohlberger Vereinsgemeinschaft knifflige Aufgabe für Prüfer

Die Kassenprüfer haben offenbar kein leichtes Amt bei der Vereinsgemeinschaft Kohlberg. In einer vorgezogenen Jahreshauptversammlung mit ebenso vorgezogenen Neuwahlen äußern sie ihren Unmut.

Sie tragen jetzt die Verantwortung bei der Vereinsgemeinschaft Kohlberg. Christopher Oppenkowski (sitzend, links) und Michael Lehner als Vorstände. Die Kasse führt Monika Hirmer, die von Reinhard Ponitz (hinten links) und Wilhelm Zwack geprüft wird. Anja Knöbl als neue Schriftführerin war bei der Wahl nicht anwesend.
von Autor JMLProfil

In der Jahreshauptversammlung ging es aber zunächst um ein neue Führungsteam. Die Teilnehmer bestimmten Christopher Oppenkowski zum neuen Vorsitzenden der Vereinsgemeinschaft Kohlberg (VGK), Michael Lehner zu seinem Vize. Die bisherige Vorsitzende Saskia Bäuml habe aus familiären Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen können, hätte jedoch im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie nicht wieder antreten werde.

Unter Leitung von zweitem Bürgermeister Adrian Blödt verlief auch die Wahl der weiteren Ämter problemlos. Die 16 anwesenden Mitglieder votierten meist einstimmig. Schatzmeisterin ist Monika Hirmer aus der Manteler Straße, Schriftführerin Anja Knöbl. Sie war nicht anwesend, hatte ihr Einverständnis aber vorab schriftlich hinterlegt. Kassenprüfer sind Wilhelm Zwack und Reinhard Ponitz. Nur der Gerätewarteposten ist noch offen. Laut Oppenkowski gibt es dafür zwar eine mündliche Helferzusage, man brauche aber noch weitere Personen.

Dass gleich nach Lehners Begrüßung der Bericht der Kassenprüfer Zwack und Ponitz anstand, zeigte die Hauptproblematik in der VGK auf. Denn die Vereinskasse wurde im Berichtszeitraum von unterschiedlichen Personen geführt. Ponitz fügte an: "Soweit wir das feststellen konnten, ist der Gemeinschaft aber kein finanzieller Schaden entstanden."

Kritisch ging Zwack auf das Abrechnungsverhalten einiger Vereine ein. Er hielt ein paar "Musterlisten" hoch und meinte: "Wenn ich Kassier wäre, würde ich so was glatt zurückweisen. Da kennt sich doch kein Mensch aus." Zwack äußerte zu seiner und Ponitz' Prüfertätigkeit: "Wir haben versucht, nach bestem Wissen und Gewissen die Kassenprüfung zu machen."

Den jetzige Ist-Stand in der Kasse akzeptierten die Teilnehmer der Versammlung als Anfangssumme für die Kassierin Hirmer. Die Kassenprüfer wollten vorläufig nicht zur Entlastung des Vorstands aufrufen, weil es noch ungeklärte Vorgänge geben könnte. Zweiter Vorsitzender Lehner und zweiter Bürgermeister Blödt merkten diesbezüglich an, dass die Entlastung des Vorstands auch noch nachträglich vorgenommen werden könne. Der Vize: "Wir schauen, dass es mit der Vereinsgemeinschaft gut weitergeht. Deshalb mussten wir die Neuwahl auch ein halbes Jahr vorziehen, damit die Vorstandschaft wieder handlungsfähig ist."

Weitere Themen der Versammlung: Beim vereinseigenen Backofen wird geprüft, ob er nach einem Nässeschaden wieder instand gesetzt werden kann oder ob ein neues Gerät beschafft werden muss. Die Versicherung zögert mit dem Schadensausgleich und Ersatzteile sind rar. Vorsitzender Oppenkowski wollte die im Frühjahr ausgefallene Ramadama-Aktion diesen Herbst nachholen, bekam dafür jedoch keine Unterstützung der Vereinschefs. Sie soll nun 2021 über die Bühne gehen. Der neue Vorstand stellte in Aussicht, dass in Zukunft auf der Gemeinde-Homepage die aktuelle Inventurliste sowie Sitzungsprotokolle für die Vereine mit geschütztem Zugang einsehbar sind.

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