Es waren am Samstag zwar nicht alle Plätze besetzt, aber dieVeranstaltung war gut besucht. Obwohl Markus Sparrer, der durch das Programm führte, die Zuhörer bat, erst am Schluss zu klatschen, waren einige Darbietungen so herausragend, dass die Zuhörer ihre Begeisterung nicht unterdrücken konnten und spontan applaudierten. Zu Beginn wurde der Altarraum mit den Posaunenklängen des evangelischen Posaunenchores unter Leitung von Sparrer ausgefüllt. Das Ensemble begeisterte mit „La Rejouissanse“ aus Händels Feuerwerksmusik. Der katholische Kirchenchor unter Leitung von Maria Müller legte mit „Ich bleibe in dir“ nach einem Stück von Joachim Raabe nach.
Das Programm war abwechslungsreich und bot alte Meister wie Händel und Bach, aber auch Werke vieler jüngerer, noch lebender Komponisten. Mit „Jesu meine Freude“ bot der Posaunenchor einen Auszug aus den „Thüringer Motetten“, eigentlich ein Gesangsstück, aber auch mit Blasinstrumenten konnte man die Stimmung gut heraushören.
Sparrer leitete in Vertretung den evangelischen Kirchenchor, der mit „Zauber der Musik“ von Manfred. Bühler die Zuhörer erfreute. „Musik verzaubert, weil Menschen gemeinsam und aus Freude musizieren“, sagte Sparrer. Mit dem Präludium in F-Dur von Johann Sebastian Bach hatte Organistin Isabell Schmidt ein Lieblingsstück von Sparrer gewählt. Man sah ihm seine Begeisterung beim Zuhören an, die Organistin meisterte das Stück virtuos und erhielt auch sofort spontanen Beifall.
Das KLJB-Sängerteam unter Leitung von Christine Meier hatte mit „Da berühren sich Himmel und Erde“ ein Lied ausgewählt, dessen Text aktueller denn je ist. „Du meine Seele singe“ vom Posaunenchor bot ein fanfarenartiges Vorspiel von Daniel Rau und Sätze von Gustav Gunsenheimer und Richard Roblee. Das KLJB-Sängerteam trat noch mit „Wo ich auch stehe“ von Albert Frey auf.
Monsignore Marco Frisina ist Geistlicher, Chorleiter und Komponist von Filmmusiken. Mit viel Spielfreude präsentierte der Posaunenchor sein Stück „Jesus Christ, you are my life“ mit Satz von Frank Plewka.Das Stück erklang zuletzt bei der Ministrantenwallfahrt nach Rom. In einen Gospelchor verwandelte sich der Katholische Kirchenchor mit dem Klassiker „Oh happy Day“.
Als Fortsetzung zum Präludium begeisterte Organistin Isabell Schmidt noch mit der Fuge in F-Dur von Bach. Mit dem Lied der Freundschaft erreichte das KLJB- Sängerteam die Herzen der Zuhörer. Wie Sparrer ausführte, hat das Lied Grenzen überwunden, weil es in der Pfadfinderbewegung weltweit als Abschiedslied gilt. Es stammt aus Schottland und hat es sogar bis Japan geschafft, weil es dort als „Hotaru no Hikari“ den Ladenschluss in japanischen Kaufhäusern und Supermärkte ankündigt.
Abschied nehmen von wunderbaren Musik- und Gesangsdarbietungen hieß es dann für die Zuhörer mit dem Schlusslied „Der Mond ist aufgegangen“. Alle Chöre versammelten sich im Altarraum und die beiden Kirchenchöre sangen die erste Strophe. Dann unterstützte der Posaunenchor den Gesang und bei der dritten Strophe setzte das Publikum mit ein.
Standing Ovations belohnten alle Mitwirkenden. Das Sängerteam bot noch „Heaven is a wonderful place“ als Zugabe und der Posaunenchor feuerte mit einen spritzigen „Can-Can“ die Stimmung weiter an. Das Publikum erhob sich nochmal begeistert von den Sitzen.
Pfarrer Martin Valeske sprach besinnliche Worte und wies darauf hin, dass die Spenden des Abends für die Renovierung des evangelischen Pfarrheimes verwendet werden. Anschließend präsentierten die Damen der Kohlberger Frauenverbände ein kaltes Büfett mit pikanten und süßen Köstlichkeiten. Auch kühle Getränke waren beim gemütlichen Beisammensein um die Kirche noch heiß begehrt.



















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