07.08.2020 - 09:27 Uhr
KohlbergOberpfalz

Regenrückhaltung und gezielter Abfluss

Ein Wolkenbruch überflutet Fronleichnam 2018 den Sportplatz und die Ahornstraße. Knietief steht hier das Wasser. Nun will der Markt Kohlberg mit einem Starkregenmanagement dafür sorgen, das dies nicht wieder passiert.

Zweiter Bürgermeister Andrian Blödt zeigt zum Hang oberhalb des Sportplatzes. Von hier kommen zum Großteil die Abschwemmungen bei Starkregen.
von Ernst FrischholzProfil

Ortstermin auf dem Sportplatz: Der Bauausschuss sowie Stefan Haupt vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE), Vertreter des Bauernverbandes, des Bauamtes der Verwaltungsgemeinschaft, vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten sowie zwei Landwirte als Grundeigner und Anwohner treffen sich unter der Federführung von zweitem Bürgermeister Adrian Blödt, der Bürgermeister Gerhard List vertritt.

Blödt zeigt auf, dass die Abschwemmungen bei Starkregen vom Hang oberhalb des Sportplatzes kommen. Eine Fläche von etwa 20 Hektar neigt sich zu 70 Prozent nach hinten und zu 30 Prozent nach vorne Richtung Ahornweg. "Wir sollten über landwirtschaftliche, bauliche und organisatorische Maßnahmen nachdenken" plädiert der zweite Bürgermeister für ein Starkregenmanagement.

ALE-Vertreter Haupt bestätigt, dass die Problematik aus der Dorferneuerung heraus aufgetaucht ist. Es geht dabei um zwei Äcker und die große Gemeindefläche. Ob landwirtschaftliche Maßnahmen reichen, sei fraglich. Der Regen komme nicht ausgerechnet dann, wenn Bewuchs vorhanden sei, gibt ein Landwirt zu bedenken. "Es ist ja auch unser Boden, der weg."

Bürgerhaus statt Schule

Kohlberg

Zweiter Bürgermeister Blödt sieht als beste Lösung für den hinteren Bereich ein Regenrückhaltebecken, für die vorderen 30 Prozent und auch den Abfluss im Ahornweg müsste die Ableitung in den Eichlbach verbessert werden. Haupt plädiert für eine Rückhaltung. Das sei ein besserer Ansatz als die beschleunigende Ableitung mit Rohren. Das ALE fördere nur in der Flur.

Zunächst müssten einmal die Höhen und Neigungen erfasst werden, so Blödt. Dann gelte es alle möglichen Maßnahmen abzuwägen, um eine sinnvolle Planung zu entwickeln. Der Marktrat will in seiner Septembersitzung damit beschäftigen.

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