22.07.2020 - 16:57 Uhr
KohlbergOberpfalz

Sanierungsbedürftiges Naturerlebnis

Im Frühjahr 2000 beginnen die ersten Arbeiten für den etwa drei Kilometer langen Naturerlebnisweg Klingenbachtal. 2002 wird er der Öffentlichkeit übergeben. Nach fast 20 Jahren weist der Weg allerdings Mängel auf.

Auch diese kleine Holzbrücke über den Klingenbach soll erneuert werden.
von Redaktion ONETZProfil

Seine ortsnahe Trasse verläuft größtenteils auf Gemeindegrund, aber auch auf Privatwald und Flächen des Oberpfälzer Waldvereins und des Landesbundes für Vogelschutz. Dieses Kleinod der Natur, dessen Schätze oft erst bei genauerem Blick erkennbar sind, bietet mit den verschiedenen Lebensräumen ein Erlebnis für alle Sinne an: eine Heckenlandschaft, die Quelle und den Lauf des Baches, eine Streuobstwiese, Waldweiher und Feuchtwiesen, Laichgumpen für den Feuersalamander und ein Insektenhotel. Auch die Infotafeln und die Panorama-Rundsicht werden gerne von den zahlreichen Wanderern angenommen.

Nun aber wird deutlich, wie der Zahn der Zeit an ihm genagt hat. So wurden bei einigen Brücken mittlerweile morsche Planken und wackelige Handläufe notdürftig repariert. Die Marktgemeinde holte für die Sanierung zwei Angebote ein. In der Juni-Sitzung wurde die Idee von Gemeinderat Manfred Häring, Fachoberlehrer für Holztechnik an der Europa-Berufsschule Weiden, zwei in die Jahre gekommene, marode und eine Gefahr darstellende Holzstege in Projektarbeit seiner Schüler zu erneuern, in einen Beschluss umgesetzt. Mit diesem Schulprojekt wird der Unterricht abwechslungsreich und lebensnahe gestaltet, ein Problem in der Gruppe eigenständig bearbeitet und ein weiterer Baustein der Schule für ihre Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. Die Arbeiten sollen im April des nächsten Jahres begonnen und 2021 auch zum Abschluss gebracht werden. Dabei stellt die Gemeinde das Material zur Verfügung.

Zu einem ersten Informationsgang und einer kleinen Exkursion durch das Klingenbachtal trafen sich am Montagvormittag 34 Lehrlinge des Schreiner- und Zimmererhandwerks, darunter zwei junge Damen, in der Senke zwischen Artesgrün und Kohlberg. Mit dabei waren neben Manfred Häring auch Adrian Blödt, Obermeister der Zimmererinnung, und Josef Kellner sowie Florian Klemens als weitere Lehrkräfte. Bürgermeister Gerhard List begrüßte die Azubis und freute sich auf deren künftige Arbeiten. Danach wurden als Vorarbeit eine kleine Brücke über den Klingenbach sowie ein längerer Holzsteg durch ein Sumpfgebiet vermessen: neben deren Länge und Breite auch die Geländerhöhe und die Länge der Tragbalken. List bedankte sich bei allen mit einer kleinen Brotzeit. Für die beiden Berufsgruppen Schreiner und Zimmerer, so Manfred Häring zum Abschluss, seien noch Kapazitäten frei und Anmeldungen zur Ausbildung sehr erwünscht.

Die Schreinerlehrlinge mit ihrem Lehrer Manfred Häring (stehend links) beim Vermessen des Holzsteges durch ein häufig versumpftes Gebiet.
In gebührendem Abstand stellen sich die drei Gruppen des Schreiner- und Zimmerer-Handwerks mit Manfred Häring und Adrian Blödt (von links) sowie Bürgermeister Gerhard List (Mitte) zum Gruppenbild auf, .
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