02.08.2021 - 18:01 Uhr
MünchenOberpfalz

Kommentar: Corona-Impfung der Kinder ist erlaubt

Politischer Druck auf die Stiko wegen der Corona-Impfung von Kindern ist unangebracht. Wenn, dann soll die Politik selbst dafür werben. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ein 15-Jähriger wird in einer Arztpraxis mit dem Serum von Biontech/Pfizer geimpft.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Wie so häufig während der Corona-Pandemie vermischen sich auch in der Debatte über das Impfen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren wissenschaftliche und politische Argumente. Klar ist: Bislang empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) das Impfen in dieser Altersgruppe nur in bestimmten Fällen. Sie hat es aber auch nicht verboten. Daher können sich Kinder impfen lassen, wenn sie das wünschen und deren Eltern das unterstützen.

Gut möglich auch, dass die Stiko ihre Empfehlung ändert. In den USA und in Israel gibt es Studien, die darauf hinweisen, dass Kinder von der Impfung einen Vorteil haben. Darum geht es. Das sollten auch Politiker verstehen, die meinen, der Stiko Ratschläge geben zu müssen.

Wenn Politiker überzeugt sind, dass es angesichts der 4. Welle wichtig ist, Kinder und Jugendliche zu impfen, sollten sie dafür werben. Wichtiger aber wäre, sie würden endlich jene in die Pflicht nehmen, die sich verweigern. Angesichts einer Quote von gerademal 50,3 Prozent vollständig Geimpfter in Bayern ist es notwendig zu fragen, ob wirklich alle verstanden haben, dass es auf ihren Beitrag ankommt, die Kinder zu schützen. Seit eineinhalb Jahren üben Kinder und Jugendliche Solidarität. Nun haben sie Solidarität verdient.

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