Nach Angaben von Bertram Brossardt, dem Hauptgeschäftsführer der Branchenverbände "Bayme" und VBM, sank die Produktion im dritten Quartal um 3,5 Prozent unter Vorjahresniveau. Auch die Auftragseingänge wiesen nach unten. Entsprechend schlechter fiel auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage durch die Unternehmen aus. Diese war so pessimistisch wie zuletzt 2013. Verantwortlich dafür sind vor allem die Absatzeinbrüche bei der Automobilindustrie in der zweiten Jahreshälfte.
Trotz weiter bestehender Risikofaktoren wie dem weiter schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China und der näher rückenden Gefahr eines ungeordneten Brexit blicken die Metall- und Elektrounternehmen positiv in die Zukunft. Rund 96 Prozent der Betriebe meldeten in der Herbstumfrage der Branchenverbände für 2019 bessere oder zumindest unveränderte Geschäftserwartungen. Auch Produktion und Beschäftigung werden demnach wieder zulegen. Nachdem bereits im laufenden Jahr die Zahl der Mitarbeiter in der Branche um 23 000 auf 870 000 angestiegen ist, rechnet Brossardt für 2019 mit einem weiteren Zuwachs um rund 10 000.
Die Politik forderte Brossardt auf, die Automobilbranche als bayerische Leitindustrie vor Belastungen zu verschonen. So müsse die "emotionsgeladene Diskussion" um Diesel-Fahrzeuge endlich versachlicht werden. Die von der EU beschlossene Verschärfung der CO2-Grenzwerte für Autos stelle die Unternehmen ohne staatliche Unterstützung vor eine "nahezu unlösbare Aufgabe". Nötig seien etwa zur Förderung der Elektromobilität Hilfen beim Aufbau einer Ladeinfrastruktur.













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