03.11.2019 - 12:36 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Mit alten Bildern auf Zeitreise

"Herzliche Einladung zu einer Zeitreise durch Konnersreuth - Wir zeigen Bilder aus der Geschichte unseres Marktes", so war ein Abend im Vortragssaal des Klosters Theresianum in Konnersreuth umschrieben.

Mitglieder des Historischen Arbeitskreises Konnersreuth, die bei der Präsentation eigene Aufnahmen aus vergangenen Jahrzehnten zeigten. Mit dabei waren (von links) Reinhard Betzl, Robert Weiß, Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Bürgermeister Max Bindl und Kreisheimatpfleger Robert Treml.
von Josef RosnerProfil

Dazu eingeladen hatte der Historische Arbeitskreis Konnersreuth. Er trifft sich drei bis viermal im Jahr und gab jetzt zum ersten Mal Einblicke in seine Arbeit. 138 Bilder wurden per Power-Point-Präsentation gezeigt, viele davon aus privatem Besitz und zum ersten Mal öffentlich. Bürgermeister Max Bindl eröffnete den Abend. Sein Dank galt Leihgebern, die Bilder zur Verfügung gestellt hatten.

Der Großteil der Bilder kam aus dem Nachlass von Franz Queitsch. Privat stellten Reinhard Betzl, Robert Weiß, Anton Stuchlik, Konrad Köstler, Adolf Dietz und Max Bindl alte Aufnahmen zur Verfügung.

Der Arbeitskreis hat diese Bilder digitalisiert und sie jetzt zu einem Vortrag zusammengefasst. Zur Präsentation war auch Kreisheimatpfleger Robert Treml gekommen, der selbst dem Arbeitskreis angehört. Bürgermeister Max Bindl informierte, dass die jetzt gezeigte Präsentation nur ein kleiner Ausschnitt aus den gesammelten Bildern sei. "Wir haben noch weiteres Material und können bei Interesse noch weitere Abende durchführen", kündigte Bindl an. "Wir haben die privaten und unbekannten Bilder dokumentiert und beschriftet, wobei eine Großzahl der gezeigten Personen unbekannt war", erklärte der Rathauschef.

Bei der Präsentation wurde zu fast jedem Bild ausgiebig diskutiert, im Mittelpunkt standen vor allem die Namen der fotografierten Personen. Das erste Bild der zweistündigen Präsentation stammte von einem Vereinsausflug des Männergesangvereins aus dem Jahr 1974. Weiter ging es mit einer Aufnahme aus dem Jahr 1968, Fasching im Gasthaus "Deutsches Haus" war das Bild unterschrieben. Kaum zu glauben, wie es im März 1963 noch in der Arzberger Straße aussah, eine Aufnahme rief diese Zeit in Erinnerung zurück.

Weiter war auf Bildern eine große Menschenmenge zu sehen, die einst zu Hunderten an einer Flurprozession teilnahm. Zumeist stand die Pfarrkirche im Blickpunkt der Bilder. Auffallend der überaus schlechte Zustand der damaligen Straßen und Plätze.

Zu sehen war der historische Ortskern der Marktgemeinde, dokumentiert mit Luftaufnahmen aus der damaligen Zeit. Einige zeigen die enormen Schäden der Bombardierung zu Ende des Zweiten Weltkriegs, als der Ortskern weitestgehend zerstört wurde. So ist auch die Resl am völlig zerstörten Pfarrhof zu sehen.

So sah die Ortsansicht 1962 von der Arzberger Straße kommend aus. Da stand noch kein Kloster Theresianum.
Pfarrer-Naber-Platz mit Brunnen und Gänsen.
Korrekt aufgestellte Kornmandl mit Blick auf Konnersreuth.
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