12.02.2020 - 17:00 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Auf Anliegen der Bürger eingehen

"Malzer macht's" hieß es am Dienstag immer wieder im Gasthof Schiml. Bürgermeisterkandidat Andreas Malzer und die Marktratskandidaten der CSU Konnersreuth erklärten, was sie in den kommenden Jahren anpacken und verändern wollen.

Gut 50 Zuhörer waren zur Wahlinformationsveranstaltung der CSU Konnersreuth in den Gasthof Schiml gekommen.
von Josef RosnerProfil

Gut 50 Zuhörer hatten sich zur Versammlung eingefunden, darunter rund 10 Kandidaten aus den Reihen von Freien Wählern und SPD. Der 51-jährige Andreas Malzer stellte sich als Macher vor, der auf die Anliegen und Wünsche der Bürger eingehe. Anhand von Beispielen zeigte er auf, dass er den Bürgern auch schon in der Vergangenheit zu Hilfe gekommen sei. "Malzer macht's" laute die Devise, während andere nur zusähen, so der Bürgermeisterkandidat.

Eröffnet wurde der Abend mit der Präsentation der Marktratskandidaten. Jeder Kandidat, der anwesend war, stellte sich mit kurzen Worten vor und nannte einige seiner Ziele. Andreas Malzer sprach von einer ausgewogenen Liste: "Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen Kräften mit jugendlichem Elan und viele Ideen."

Engagement fördern

Gleich zu Beginn seiner Rede betonte Andreas Malzer, dass für den Fall der Wahl zum Bürgermeister wichtige Fragen geklärt seien: "Ich werde Arbeitszeit bei meinem Arbeitgeber reduzieren und für unsere Marktgemeinde da sein." Fördern wolle Malzer die Bürgerbeteiligung und das Bürgerengagement. Malzer bedauerte, dass sich der Bürgermeister zuweilen zu wenig um die Anliegen der Bürger gekümmert habe. Als Beispiel nannte er das Projekt eines Bürgers. Die Marktverwaltung habe das Ganze hervorragend bearbeitet, am Ende sei das Landratsamt am Zug gewesen. Auf Malzers Frage, ob sich in dieser Sache der Bürgermeister gemeldet hat, habe der Bürger verneint. "Meine Antwort darauf: Als Bürgermeister werde ich mit zum Landratsamt fahren." Malzer verwies darauf, dass er als Kreisvorsitzender des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) mit Vereinen persönlich nach München fahre, um ihren Anträgen den nötigen Nachdruck zu verleihen. "So stelle ich mir Unterstützung vor", sagte der Bürgermeisterkandidat.

Der zunehmende Tourismus sei ohne weiteres Personal nicht zu stemmen, so Malzer. "Wir müssen uns alle, Gemeinde, Kirche, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und Ikom Stiftland, an einen Tisch setzen." Entscheidend verbessern müsse sich der Außenauftritt der Gemeinde, die Homepage müsse vollständig überarbeitet werden. Überzeugt zeigte sich Malzer, dass der Schafferhof zu einer weiterem Attraktivitätssteigerung beitragen werde. Wichtig sei auch, Fuß- und Radwege nach Mitterteich und Waldsassen zu schaffen.

Besser gepflegt werden sollten die Traditionen. "Meiner Meinung nach hätten die Grölldeifl nicht aus Konnersreuth abwandern müssen", so Malzer. Zu den "Spechten" an Heiligabend erklärte Malzer: "Wer hat sich darum gekümmert? Ich war's, Malzer macht's." Bei den Themen Landwirtschaft und Hochwasser berichtete Malzer von Hausbesuchen in den Dörfern und frustrierten Betroffenen. "Hochwasserschutz wird von uns ernst genommen. Wir waren bei allen Arbeitssitzungen im Bauausschuss vertreten, das kann man nicht von allen Fraktionen behaupten."

In die Gänge kommen

Große Bedeutung messe Malzer der Städtebauförderung und anderen kommunalen Förderprogrammen bei. "Da müssen wir jetzt Gas geben und in die Gänge kommen." Zum Thema Schafferhof teilte er mit, dass 100 protokollierte Baustellenbesprechungen stattfanden. "Ich war 41 Mal dabei, der Bürgermeister keine 10 Mal", so Malzer. In Sachen Kinderhaus sei ihm zugesichert worden, dass die Betreuungszeiten ausreichend seien. "Ich werde dies nachprüfen", kündigte Malzer an. Dass die Grundschule weiter selbstständig ist, sei laut Malzer hauptsächlich sein Verdienst. "Ich wurde am Schulamt vorstellig. Unsere CSU-Fraktion hat einen Antrag ans Kultusministerium nach München geschickt." Freilich sei dies alles nichtöffentlich geschehen. "Wir haben erfolgreich um unseren Schulstandort gekämpft."

Beim Thema Jugendarbeit sagte Malzer, der stellvertretender Vorsitzender des Kreisjugendrings und Mitglied im Jugendhilfeausschuss ist: "Warum fand so eine große Anzahl herausragender Jugendveranstaltungen in Konnersreuth statt? Weil ich mich dafür einsetze." So habe er etwa eine Erstwählerveranstaltung zur Europawahl organisiert. "Die Unterstützung von der Kommune und den Jugendbeauftragten war gleich null." Zum Thema "Pump-Track-Bikepark" kündigte er eine Infoveranstaltung am 22. Februar an. "Ich will informieren und das Interesse feststellen."

Malzer ging auch auf die erneuerbaren Energien ein. "Wer denkt, dass sich mit Windenergie die finanziellen Probleme der Gemeinde lösen lassen, der irrt." Er sei zwar ein absoluter Befürworter der regenerativen Energien. "Rendite bringen aber nur die Photovoltaik-Anlagen." Ausweiten will Malzer die Zeiten zur Grüngutannahme. "Es muss so sein wie in Arzberg, 24 Stunden an sieben Tagen muss angeliefert werden können."

Einsetzen wolle sich Malzer auch für die Betriebe vor Ort. Er berichtete, dass eine Firma Probleme mit der Lieferzufahrt gehabt habe und die Verwaltung nicht gleich habe weiterhelfen könne. "Ich persönlich bin zur Verwaltung gegangen, das Problem konnte gelöst werden." Auflegen wolle er ein Förderprogramm für den Neubau von Mietwohnungen: "Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum."

Ein Anliegen sei Malzer auch die Förderung von Inklusion und Barrierefreiheit. Zur Sicherung der ärztlichen Versorgung sagte Malzer, dass er schon eine Idee habe, diese aber noch nicht spruchreif sei. Als bedauerlich bezeichnete er, dass in Sachen Fockenfeld vieles im Verborgenen ablaufe.

Ehrenamt stärker würdigen

Andreas Malzer verwies weiter auf seine diversen Tätigkeiten in Vereinen und Organisationen und informierte, dass er als Vereinskartellvorsitzender eng mit den Städten Mitterteich und Waldsassen zusammenarbeite. Seiner Meinung nach müsse das Ehrenamt noch stärker gewürdigt werden. Nicht zuletzt nannte Malzer seine Ziele für das Rathaus und die Verwaltung: "Ein warmer Empfang im Rathaus, eine gut ausgebildete Verwaltung, ein sehr gut vernetztes Tourismusbüro - und wir wollen ein Ausbildungsbetrieb werden."

Landratskandidat Roland Grillmeier sagte, dass es gerade die CSU-Bürgermeister seien, die den Landkreis auf Vordermann gebracht hätten. "Ich will, dass dies jetzt auch auf den Landkreis übertragen wird."

Gut 50 Zuhörer waren zur Wahlinformationsveranstaltung der CSU Konnersreuth in den Gasthof Schiml gekommen.
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Andreas Malzer will für die CSU das Bürgermeisteramt in Konnersreuth zurückerobern.
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CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier.
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