22.02.2021 - 12:56 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Appell beim Resl-Gebetstag in Konnersreuth: "Halten Sie keinen Abstand zu Gott!"

Wiedersehen in Konnersreuth: Peter König, ehemaliger Fockenfelder Schüler und heutiger Stadtpfarrer von Vilsbiburg, führte den jüngsten Resl-Gebetstag in Konnersreuth als Hauptzelebrant und Prediger an.

Stadtpfarrer Peter König (rechts) aus Vilsbiburg führte den jüngsten Resl-Gebetstag als Hauptzelebrant und Prediger an. Vor dem Gottesdienst besuchte er mit Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr das Grab von Therese Neumann auf dem Friedhof.
von Josef RosnerProfil

Peter König, der seit September 2016 als Stadtpfarrer in Vilsbiburg wirkt, führte den jüngsten Resl-Gebetstag an. Der 65-Jährige hatte 1979 in der Spätberufenenschule Fockenfeld sein Abitur gemacht, zuvor hatte er vier Jahre lang vor Ort die Schulbank gedrückt. 1985 wurde er zum Priester geweiht, später war er 20 Jahre lang Stadtpfarrer in der Pfarrei St. Josef in Straubing. Seinen Aufenthalt in Konnersreuth nutzte Pfarrer König auch dazu, Stätten aufzusuchen, die er noch aus seiner Schulzeit in Fockenfeld kennt. So ging es etwa zum Resl-Grab auf dem Konnersreuther Friedhof, nach Waldsassen und zur Kappl.

Am Abend war Pfarrer Peter König Hauptzelebrant und Prediger beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche. 16 Jahre sind vergangen, seit der damalige Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller den Prozess zur Seligsprechung von Therese Neumann einläutete. In seiner Predigt erinnerte Peter König an den Sterbetag der Resl am 18. September 1962. "Da war ich knapp sieben Jahre alt und begann meine Schulzeit in meiner Heimatstadt Deggendorf. Damals wusste ich noch nichts von der Resl von Konnersreuth."

Nach einer Banklehre besuchte König von 1975 bis 1979 die Spätberufenenschule in Fockenfeld. "Damals führte mich der Weg oft zum Grab der Resl", erzählte König. Stark beeindruckt habe ihn, als Pater Schacherl ihm ein Kopftuch der Resl gezeigt habe, das durchdrungen von Blutspuren gewesen sei. "Die Resl hatte kein einfaches Leben hier auf Erden", so König. Der Stadtpfarrer skizzierte die einschneidenden Ereignisse im Leben von Therese Neumann und erinnerte an all ihre Schmerzen und Leiden. Ab dem 30. September 1925 habe sie wieder selbstständig gehen können, weshalb Ärzte von einem Wunder gesprochen hätten. Ab Oktober 1926 habe sie nahrungslos gelebt und sich täglich auf den Empfang der heiligen Kommunion gefreut.

Pfarrer Peter König verwies darauf, dass in seiner jetzigen Pfarrei Vilsbiburg ein Seligsprechungsprozess für Pater Viktrizius Weiß laufe. Für die Seligsprechung werde jetzt auf ein Wunder gewartet, nachdem Papst Johannes Paul II. dem Pater bereits ein heiligmäßiges Leben bescheinigt habe. Der Geistliche rief die Gläubigen dazu auf, Pater Viktrizius um seine Fürbitte anzubeten. Das Gleiche erhoffe sich König auch für die Resl. "Wenden Sie sich vertrauensvoll in allen Nöten an sie. Melden Sie sich, wenn ihnen geholfen wurde", so König zu den Gläubigen. "Die Resl ist besonders für Menschen im Leid da." Pfarrer König betonte, dass Menschen auf allen Erdteilen über die Resl von Konnersreuth Bescheid wüssten.

Zum Schluss richtete Pfarrer Peter König angesichts der Corona-Pandemie eine Bitte an die Gläubigen: "Bitte halten Sie keinen Abstand zu Gott. Als Priester bitte ich Sie: Suchen Sie wie die Resl die Nähe Gottes. Auch die Resl suchte die Nähe zu Gott, trotz all ihres Leidens und der Schmerzen. Die Resl ertrug es, sie litt sogar Sühne für die Welt. Über 7000 Mal ertrug sie die Passion, die jedes Mal mit einem großen Blutverlust verbunden war." Abschließend sagte Pfarrer König: "Schauen wir in dieser Fastenzeit auf die Resl von Konnersreuth. Möge sie uns bald als Selige und Heilige geschenkt werden."

Anstelle einer Lichterprozession fand eine kurze eucharistische Anbetung in der Pfarrkirche statt. Musikalisch gestaltet hatten den Gottesdienst Margot Sölch (Orgel) und Inge Härtl (Gesang).

Sanierungsprojekt an Ortsrand von Konnersreuth

Konnersreuth

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