01.02.2020 - 13:46 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Backhaus Kutzer: Tausende Kassenbons auf einen Haufen

Die Bilder von den riesigen Bergen aus Kassenbons gingen viral durchs Netz. Das Backhaus Kutzer aus Konnersreuth sammelte in den vergangenen drei Wochen Kassenzettel, die Kunden in den Geschäften liegen gelassen hatten.

Berge von Kassenbons haben in den vergangenen drei Wochen Filialen des Backhaus Kutzer gesammelt.
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

Seit Anfang des Jahres gilt in Deutschland die Kassenbonpflicht. Kunden im Landkreis Tirschenreuth sind davon bislang nicht wirklich begeistert. Das zeigen nun Facebook-Posts vom Backhaus Kutzer aus Konnersreuth. Auf den Bildern ist ein Berg aus Bons zu sehen, die sich in den Filialen angesammelt haben. Sie nehmen ein Volumen von rund drei Kubikmetern ein.

Die Aktion: Mitarbeiter des Backhauses haben die Kassenzettel in einen Müllsack geworfen, die Kunden nach dem Bezahlen in den Geschäften liegen gelassen hatten. Die Bons aus einem Drittel der 52 Filialen in der Oberpfalz und Oberfranken wurden in die Unternehmenszentrale in Konnersreuth gesendet. Angestellte schütteten die Bons auf einen Berg zusammen.

Fast 1000 Kommentare

Die Bilder davon postete das Backhaus auf Facebook. Unter dem Beitrag sind fast 1000 Kommentare zu lesen. Mit der Aktion will das Unternehmen seinen Kunden die Konsequenzen zeigen, welche die Ausgabepflicht mit sich bringt.

In dem Post fragt das Backhaus Kutzer die Facebook-Nutzer, wie die gesammelten Kassenbons nun am besten verwertet werden sollen. Und gibt den Hinweis: "PS: Wegen Thermopapier, darf dieser Berg NICHT ins Altpapier!" Die User antworten darauf: "Ab nach Berlin!" oder "In Kiste verpacken und ans Bundesfinanzministerium schicken mit den Hinweis 'zu unserer Entlastung an sie'". Auch Lob gibt es: "Coole Aktion! So wird der Irrsinn sichtbar."

Digitale Lösung gesucht

Kutzer sucht inzwischen nach einer digitalen Lösung für das Kassenbon-Problem. Diese müsse jedoch auch gesetzeskonform sein. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, gehöre der Großteil der Kunden zu den sogenannten "Best Agern". "Der Hauptteil der Kunden ist 50 Jahre alt und aufwärts", erklärte Verena Kutzer gegenüber dem Blatt. Diese seien laut der Geschäftsführerin eher skeptisch gegenüber digitalen Lösungen.

Lesen Sie hier den Artikel auf mittelbayerische.de

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