Bei der Abnahme - kurz vor Beginn der Marktratssitzung - wurden keine Mängel festgestellt. Kleine Maurerarbeiten müssen jedoch noch in der Grundschule erledigt werden, dann sei alles betriebsbereit, informierten Architekt Peter Hilgarth und Bürgermeister Max Bindl. Die komplette Heizungsanlage läuft seit Anfang September. Die Fernwärmestationen wurden gesetzt.
Die Restarbeiten vor allem am Schafferhof würden zudem zeitnah erledigt. "In trockenen Tüchern" lauteten auch die Informationen seitens der Elektrounternehmen mit Blick auf das nahende Ende der Baumaßnahme.
Trotz der positiven Ausführungen seitens der Handwerker und der Planer erinnerte Andreas Malzer (CSU), dass die Arbeiten nicht immer auf Zustimmung der Konnersreuther Bevölkerung gestoßen seien. "Der Unmut der Bürger war enorm", erklärte er. Zudem sprach Malzer auch von Kommunikationsschwierigkeiten. "Dies hätte man auch im Gemeinderat bekanntgeben müssen."
SPD-Fraktionssprecher Edgar Wenisch gab seinen Vorrednern in Sachen Einhaltung des Zeitplanes recht. Dass gut gearbeitet wird, könne man wohl erwarten, äußerte sich er weiter. Der Schwarzenfelder Planer Christian Müller betonte, dass die Arbeiten sehr wohl im Zeitplan lägen.
Unvermeidbar aber seien die Straßensperrungen gewesen, die man bewusst in die Schulferien gelegt habe. Christian Müller erinnerte außerdem, dass man die Asphaltdeckschicht erst in den Herbstferien aufgebracht habe, um weitere Behinderung für die Bürger und Schüler weitestgehend zu vermeiden.
"Wir befassen uns heute mit einem Bauantrag des Landratsamtes", fuhr Bürgermeister Max Bindl fort. Er meinte damit den vom Landratsamt beantragten Teilrückbau des Nebengebäudes am Höflaser Weg 7. Geschäftsleiter Markus Troesch verwies darauf, dass Sicherheitsmaßnahmen für das einsturzgefährdete Nebenanwesen die Gründe für den Ersatz-Antrag aus dem Landratsamt sind. Wortmeldungen dazu gab es keine. Dem Antrag des Landkreises zum Teilabbruch erteilten die Räte die Zustimmung.
Einstimmig gab das Gremium auch der Bauleitplanung der Nachbarstadt Arzberg, die eine Freiflächen-Photovoltaikanlage "Solarpark Oschwitz" errichten möchte, statt. "Die Belange der Gemeinde Konnersreuth werden davon nicht berührt", stellte Bürgermeister Bindl fest.
Förderprogramm um zehn Jahre verlängert
Der Marktrat Konnersreuth beschäftigte sich auch mit dem Familienprogramm "Wohnungsbauförderung", das es seit vielen Jahren gibt. Zuletzt wurde es im Jahr 2013 um weitere fünf Jahre verlängert. Damals hatte die Kommune noch sieben freie Parzellen. Laut Gemeinde stehen derzeit noch sechs Grundstücke zum Verkauf an. "Wir schlagen vor, das Förderprogramm nicht wie bisher fünf Jahre, sondern gleich um zehn Jahre zu verlängern", empfahl Bürgermeister Max Bindl.
"Die Effektivität des Programms hält sich in Grenzen", stellte Edgar Wenisch fest. Man habe in fünf Jahren nur ein einziges Grundstück veräußern können. Um Anreize zu schaffen, empfahl Wenisch, ein alternatives Zuschussprogramm zu entwickeln. "Über die Höhe können wir ja noch diskutieren."
Geschäftsleiter Markus Troesch mahnte, dass man bei dieser Sitzung lediglich über die Verlängerung des bereit bestehenden Förderprogramms zu diskutieren habe. "Ich schlage vor, die Angelegenheit bei der nächsten Haushaltsdebatte auf die Tagesordnung zu setzen", empfahl er mit Blick auf die seitens der SPD empfohlene Fördererhöhung.
Der Beschluss, das Programm aktuell um zehn Jahre zu verlängern, wurde schließlich einstimmig auf den Weg gebracht. (wro)













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