26.07.2020 - 09:22 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

„Eine gastronomische Aufwertung“

Der Gasthof „Weißes Ross“ darf einen Biergarten am Therese-Neumann-Platz errichten. Ja sagten die Konnersreuther Markträte auch zur Generalsanierung des Reslhauses.

Entlang des Gasthofs „Weißes Ross“ (links) soll auf drei bestehenden Parkplätzen eine Freiausschankfläche (Biergarten) entstehen. Landratsamt und Polizei müssen noch zustimmen.
von Josef RosnerProfil

Da waren sich alle im Marktrat vertretenen Fraktionen einig: Dem Antrag des Gasthofs „Weißes Ross“ auf Sondernutzung von öffentlichen Flächen am Therese-Neumann-Platz zur Inbetriebnahme eines Biergartens wurde einmütig stattgegeben. Zuvor freilich gibt es am Dienstag noch eine Verkehrsschau mit Vertretern des Landratsamtes und der Polizei, ehe die Sondernutzungserlaubnis gewährt werden kann. Die Erlaubnis ist auf Mai bis September befristet.

Bis zu 40 Gäste

Bürgermeister Max Bindl stellte den Antrag des Gasthofs „Weißes Ross“ vor. Auf den öffentlichen Parkplätzen vor dem Wirtshaus soll eine Freischankfläche errichtet werden. Mit benützt werden soll auch eine kleine Grünfläche im gegenüberliegenden Rasen. Bürgermeister Max Bindl machte deutlich, dass sich die gewünschten Flächen im Eigentum der Marktgemeinde befinden. Durch den Ausschank können bis zu drei Parkplätze wegfallen. Michaela Fick, die neue Geschäftsführerin des Gasthofs, sagte auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien, dass bis zu 40 Personen dort Platz finden sollen. Sollten die Behörden grünes Licht geben, könne der Ausschank im neuen Konnersreuther Biergarten noch heuer starten.

Wir wollen damit unsere heimische Gastronomie unterstützen.

Bürgermeister Max Bindl

Der Bürgermeister machte deutlich, dass diese Sondernutzung bei gemeindlichen Veranstaltungen (Bürgerfeste, Weihnachtsmarkt) und bei Vereinsfesten (Maibaumaufstellen, Serenaden) nicht gilt. Hier müsse der Gasthof seine Tische rechtzeitig entfernen und auf die Sondernutzung verzichten. Weiter wies der Bürgermeister darauf hin, dass durch die Ausübung der Sondernutzung jegliche Schädigung, Gefährdung oder Behinderung von Personen oder des Straßenverkehrs ausgeschlossen sein müssen. „Ansonsten spricht nichts gegen eine Schankerlaubnis.“ Bindl weiter: „Wir wollen damit unsere heimische Gastronomie unterstützen, zumal auch im oberen Bereich des Marktplatzes die Eisdiele sehr gut ankommt.“

Hier ein Bericht zur Juni-Sitzung des Marktgemeinderats Konnersreuth

Konnersreuth

Reinhard Wurm (Freie Wähler) sprach von einer "gastronomischen Bereicherung" für die Marktgemeinde. Ausdrücklich begrüßte er das Vorrecht der Konnersreuther Vereine für ihre Veranstaltungen. Andreas Malzer (CSU) nannte das Vorhaben positiv und eine gute Sache für Konnersreuth. Wolfgang Pötzl (SPD) erklärte: „Wir befürworten dies ausdrücklich.“ Wenn die Behörden ihr Okay geben, steht einem Biergarten in der „guten Stube der Marktgemeinde“ nichts mehr im Wege.

Grünes Licht

Weiteres Thema in der Marktratssitzung war ein Bauantrag der Katholischen Kirchenstiftung St. Laurentius zur Instandsetzung und Neustrukturierung des Geburtshauses von Therese Neumann. Ohne viel Diskussion gab der Marktrat einstimmig grünes Licht für das Bauprojekt.

1,3 Millionen Euro

Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien sprach Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr von einer Generalsanierung, um das Geburtshaus der Resl für die kommenden Jahrzehnte fit zu machen. Die Kosten betragen rund 1,3 Millionen Euro, wobei die Kirche mit einer Förderung von 90 Prozent rechnet. Baubeginn für das unter Denkmalschutz stehende Haus soll noch heuer sein. Architekt ist der gebürtige Konnersreuther Gerhard Plaß, der auch schon den Schafferhof und das dortige Vorhaben Info- und Begegnungszentrum architektonisch begleitet hat. Mit der Fertigstellung rechnet Pater Benedikt bis spätestens Ende 2022. Das Reslhaus ist aktuell wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Eine Generalsanierung bekommt das Reslhaus (Bild) in Konnersreuth. Mit einem Kostenvolumen von 1,3 Millionen Euro soll das Haus grundlegend saniert und für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden. Baubeginn soll noch heuer sein.

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