23.06.2020 - 10:43 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Friedhofsgebühren steigen leicht

Eine große Mehrheit des Marktrats Konnersreuth spricht sich für eine moderate Erhöhung der Friedhofsgebühren aus. Die SPD sieht in der Maßnahme ein falsches Signal.

Mit Wirkung zum 1. Juli steigen die Friedhofsgebühren in Konnersreuth.
von Josef RosnerProfil

Alle vier Jahre müssen nach den Kommunalabgabengesetz die Gebührenberechnungen neu durchgeführt werden. Letztmals wurden die Friedhofsgebühren 2016 berechnet. Jetzt bei der erneuten Kalkulation stellte sich heraus, dass im Zeitraum von 2016 bis 2020 ein Defizit von 20 059 Euro zulasten der Gemeindekasse eingefahren wurde. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine Erhöhung der Gebühren notwendig ist. Übrigens, das Defizit fließt nicht in die Gebührenkalkulation mit ein, sonst wäre die Erhöhung noch wesentlich höher ausgefallen.

Ein weiteres Thema in der Sitzung des Marktgemeindesrates:

Konnersreuth

Bürgermeister Max Bindl stellte in der Marktratssitzung die Gebührenerhöhung vor. Als Gründe nannte er die allgemeinen Preiserhöhungen (Unterhalt und Bewirtschaftung) sowie die tariflichen Personalkostenerhöhungen. Der Bürgermeister machte deutlich, dass der Friedhof kostendeckend betrieben werden muss.

Folgende Gebühren gelten ab 1. Juli 2020: Kindergrab 24 Euro (bisher 22 Euro), Einzelgrab 39 Euro (bisher 36 Euro), Familiengrab pro Grabstelle 39 Euro (bisher 36 Euro), Gruft 131 Euro je Stelle (bisher 120 Euro), Urnengrab 24 Euro (bisher 22 Euro). Die Gebühr für die Nutzung des Leichenhauses wird von bisher 200 Euro auf 204 Euro pro Nutzung erhöht.

Freie Wähler und CSU zeigten sich mit der Erhöhung einverstanden und sprachen von einer moderaten Erhöhung. Wolfgang Pötzl (SPD) nannte eine Erhöhung der Gebühren unumgänglich, allerdings nicht in dieser Höhe. Seiner Meinung nach seien drei bis fünf Prozent Erhöhung ausreichend. Pötzl nannte die Erhöhung von bis zu zehn Prozent für nahezu jede Grabart als zu hoch. Weiter machte der Sprecher deutlich, dass nicht alle Konnersreuther von den höheren Löhnen in den vergangenen Jahren profitiert haben, so haben Rentner nur eine geringe Erhöhung erhalten.

"Diese Erhöhungen der Grabgebühren tun spürbar weh, zumal schon vor vier Jahren deutlich erhöht wurde", sagte Pötzl. Weiter wertete er die Gebührenerhöhung, gerade mit Blick auf Corona, als ein falsches Signal, da durch die Pandemie viele mit finanziellen Einschnitten zu kämpfen haben. Des weiteren seien die Bürger mit anderweitigen Erhöhungen schon genügend belastet.

Gegen die beiden Stimmen der SPD wurde schließlich die Erhöhung der Friedhofsgebühren angenommen. Pötzl begründete das Nein der SPD mit der Ablehnung ihres Vorschlags. Edwin Pfohl (Freie Wähler) fehlte in der Sitzung.

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