09.05.2019 - 13:14 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Gelungene Premiere der Soldatenverbände in Konnersreuth

Erstmals fand die Friedenswallfahrt der Soldatenverbände in Konnersreuth statt. Höhepunkt war eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

Zwölf Soldatenvereine aus dem Landkreis nahmen an der Friedenswallfahrt am Sonntag mit ihrer Vereinsfahne in Konnersreuth teil.
von Josef RosnerProfil

Der Wunsch nach Frieden war bei der Friedenswallfahrt der beiden Soldaten-Kreisverbände des Landkreises in Konnersreuth allgegenwärtig. Zwölf Soldatenvereine nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Die Wallfahrt begann mit einem Gedenkgottesdienst in der Konnersreuther Pfarrkirche. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr rief dazu auf, für den Frieden in der Welt zu bitten und zu kämpfen. Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr sagte: "Friede ist dort, wo die Liebe über Rache und Vergeltung siegt. Friede ist dort, wo der Friede im Herzen des Menschen lebt und sich das friedvolle Herz für den Mitmenschen öffnet. Beginnen und gehen wir den Weg des Friedens, dann haben wir alle eine große Chance, in Frieden leben zu dürfen." Christus lade zum Frieden ein. Jede menschlich verstummte Stimme der gefallenen und vermissten Kameraden, deren Namen an den Kriegerdenkmälern lebendig werde, mahne zum Frieden.

Nach dem Gottesdienst ging es im Kirchenzug, angeführt von der Blaskapelle Konnersreuth, zum Kriegerdenkmal am Friedhof. Dort sprach Bürgermeister Max Bindl. Zunächst zitierte er Mahatma Gandhi mit den Worten, "es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg". Bindl bedauerte, dass wir auch heute noch nahezu täglich mit Kriegen und Konflikten konfrontiert werden. "Die Schaffung und Bewahrung des Friedens ist eine der wichtigsten Aufgaben der internationalen Politik. Wohlstand, politische Freiheit und Selbstentfaltung lassen sich nur in einem friedlichen globalen Umfeld verwirklichen".

Der Bürgermeister machte deutlich, die beiden Weltkriege entfesselten eine Gewaltgeschichte, die sich nicht nur tief in die Kampfgebiete, sondern in der ganze Gesellschaft ausgewirkt hatte. "Der Krieg brachte Hunger, Flucht und Epidemien bis in weit entfernte Gegenden. Er hinterließ Tod, Trauer und tiefe Wunden in den Seelen der Menschen." Bindl mahnte, dass für viele von uns, die wir in Deutschland leben, der Krieg vermeintlich weit weg ist. "Doch die heutigen Konflikte in der Welt mit ihren vielen Geflüchteten, Vermissten und Toten zeigen uns, dass der Weg der Versöhnung und des Friedens nie abgeschlossen ist."

Bindl betonte: "Ein dauerhafter Frieden lässt sich nur durch Versöhnung, Kooperation und Verständigung schaffen. Glücklicherweise durften wir in den vergangenen 70 Jahren diese Erfahrung machen, der längsten Friedensperiode in der europäischen Geschichte." Abschließend machte der Bürgermeister deutlich, dass alle, ob schuldig oder nicht, ob alt oder jung, die Vergangenheit annehmen müssten. "Wir alle sind von den Folgen betroffen." Im Anschluss wurde ein Kranz am Ehrenmal im Gedenken an die gefallenen und vermissten Soldaten niedergelegt. Mit drei Böllerschüssen endete der Festakt.

Bürgermeister Max Bindl (links) hielt die Gedenkrede, Pater Benedikt Leitmayr sprach am Kriegerdenkmal ein kurzes Gebet.
Nach der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal, mit dabei waren (von links) Ferdinand Lienert (BSB), Anton Hauptmann (BKV), Pater Benedikt Leitmayr und Bürgermeister Max Bindl.
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