21.04.2021 - 10:44 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Von Grüngutabgabe bis Warnfiguren: Ankündigungen und Kritik im Marktrat Konnersreuth

Eine Vielzahl an Themen kam im Marktgemeinderat Konnersreuth auf den Tisch. Neben Ankündigungen, Bauanträgen und einer Auftragsvergabe gab es auch Anregungen und Kritik.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Marktgemeinde wünschte sich Inge Härtl die Anschaffung von Warnmännchen.
von Josef RosnerProfil

Wie bereits im vergangenen Jahr bleibt die Grüngutabgabe im Gemeindebauhof auch heuer kostenlos. Dies kündigte jetzt Bürgermeister Max Bindl im Marktgemeinderat an. Als Grund nannte er die Coronakrise.

Ab 2022 soll die Grünabfallannahme dann anders gestaltet werden. Bindl konnte sich die Einführung einer Saisonkarte für 40 Euro vorstellen. Andreas Malzer (CSU) bezeichnete diese Gebühr als viel zu hoch. Über das Thema werde zu einem späteren Zeitpunkt noch zu reden sein.

Aufwertung des Ortsbildes

Nicht zufrieden zeigte sich Andreas Malzer auch mit der Neuwalzung des Weges auf dem Waldbesinnungspfad "Resl von Konnersreuth". Seiner Meinung nach wurde hierfür das falsche Material verwendet. Zu einer optischen Aufwertung des Ortsbildes habe laut Malzer der Abriss des leerstehenden Gebäudes an der Friedhofstraße geführt.

Neu gewalzt wurde der Weg auf dem Waldbesinnungspfad „Resl von Konnersreuth“. Mit dem Ergebnis zeigte sich Andreas Malzer im Marktgemeinderat nicht zufrieden.

Wissen wollte Malzer nicht zuletzt, wie es künftig mit den Gebäuden des Guts Fockenfeld weitergehen soll. Bürgermeister Bindl bat noch um etwas Geduld, bis eine spruchreife Lösung vorliegt.

Inge Härtl (CSU) wünschte sich nach dem Vorbild anderer Kommunen den Kauf von Warnfiguren in Signalfarben. Diese würden zum langsameren Fahren anregen. So könnte etwa an der Hauptstraße beim "Eiscafé Iris" eine Figur aufgestellt werden. "Wir wollen doch ein familienfreundlicher Ort sein", betonte Härtl. Max Bindl zeigte sich aufgeschlossen, zumal die Standorte gewechselt werden könnten. "Wir sollten drei oder vier dieser Männchen anschaffen", meinte Bindl.

Inge Härtl bemängelte im Marktgemeinderat, dass die Gemeindefläche an der Wiesenstraße nicht gepflegt werde. Ein Teil der Obstgehölze könnte auf die ökologisch wertvolle Streuobstwiese oberhalb des Klosters Theresianums versetzt werden.

Weiter sprach Inge Härtl die Gemeindefläche mit Obstgehölzen an der Wiesenstraße an. "Diese Fläche wird nicht gepflegt", kritisierte sie und bat zu prüfen, ob ein Teil der Obstgehölze auf die ökologisch wertvolle Streuobstwiese oberhalb des Theresianums versetzt werden könnte. Bürgermeister Bindl sagte dazu, dass bei der Arzberger Straße schon öfters Obstbäume angepflanzt worden seien. Ebenfalls in einem schlechten Zustand befinden sich laut Härtl die Obstgehölze an der Preisdorfer Straße nahe der Einmündung in die Umgehungsstraße. "Hier ist das Straßenbauamt zuständig", erklärte der Bürgermeister und kündigte Gespräche an.

Werbeanlage und Milchviehstall

Keine Einwände hatte das Gremium gegen einen Bauantrag von Andreas Neumann zur Anbringung einer ein mal drei Meter großen Werbeanlage am Gasthaus "Kouh-Lenzen". Nach einem Vorbescheid vor zwei Jahren gab es nun grünes Licht für den Bauantrag eines Landwirts, der an Straße nach Preisdorf einen neuen Milchviehstall mit separatem Melkhaus, Kälberstall und zwei Güllegruben bauen möchte.

Vergeben wurde auch ein Auftrag zur Glasfaseranbindung des Rathauses und der Schule. Der Zuschlag ging an die Deutsche Telekom Business Solutions GmbH für 43 337 Euro. Die Förderquote liegt bei 90 Prozent, die Breitbandberatung Bayern wurde mit der Vorbereitung eines Förderantrags beauftragt.

"Diese Fläche wird nicht gepflegt."

Inge Härtl (CSU) über eine gemeindeeigene Fläche an der Wiesenstraße

Im Marktgemeinderat gab es auch aktuelle Informationen zu drei großen Projekten

Konnersreuth

 

 

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