14.08.2019 - 09:49 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Landwirt setzt auf Nachhaltigkeit und Tierwohl

Mitglieder der SPD-Ortsvereine Konnersreuth und Arzberg beeindruckt von Betrieb in Birkenbühl bei Thierstein.

Mitglieder der SPD Arzberg und Konnersreuth besichtigten das Anwesen von Energiewirt Erich Bauernfeind in Birkenbühl bei Thierstein.
von Externer BeitragProfil

Zum traditionellen Sommertreffen kamen kürzlich die SPD-Ortsvereine Arzberg und Konnersreuth zusammen. Ziel einer Exkursion war der Betrieb von Energiewirt Erich Bauernfeind in Birkenbühl bei Thierstein. Dort gaben Erich Bauernfeind und sein Sohn Martin einen ausführlichen Einblick in die zusehends technisierten Abläufe auf dem Hof.

Der 2015 fertiggestellte Milchviehstall, der nach den neuesten Richtlinien für artgerechte Tierhaltung gebaut worden sei, bietet Platz für zahlreiche Milchkühe und deren Nachwuchs. Jedes Tier verfügt über einen eigenen Fress- und Liegeplatz, großzügig gestaltet sind die Laufgänge. Der moderne Stall zeichnet sich weiter durch Komfortmatten, Sicherheitsgitter und Seitenjalousien aus. Die Fütterung wird von einer automatischen Anlage unterstützt. Beeindruckt zeigten sich die Besucher von der computergestützten Melkanlage.

Wie die SPD-Delegation weiter erfuhr, unternehme die Familie Bauernfeind auch große Anstrengungen beim Artenschutz. So wurde etwa vor kurzem ein insektenschonendes Mähwerk angeschafft. Im Zuge der Gespräche wurde bedauert, dass Landwirtschaftsbetriebe trotz engmaschiger Kontrollen und Bemühungen zum nachhaltigen Wirtschaften in der Öffentlichkeit oft kritisch bewertet würden. Wie die Landwirte betonten, erschwerten zunehmende Bürokratie und niedrige Milchpreise die tägliche Arbeit zusätzlich. Vonseiten der SPD-Delegation gab es unter anderem Rückfragen zum Tierwohl. "Diese konnten von Erich Bauernfeind vollumfänglich und zufriedenstellend beantwortet werden", heißt es wörtlich in der Pressemitteilung der SPD. Für großes Erstaunen sorgte bei den Besuchern die energetische Ausrichtung des Betriebs. So betreibt die Familie Bauernfeind vor Ort Photovoltaik-Dachanlagen, darunter eine größere Anlage zur Deckung des Eigenbedarfs an Strom. 2012 wurde zudem eine Güllebiogasanlage in Betrieb genommen. Bei der Einspeisung liege der Anteil nachwachsender Rohstoffe bei 20 Prozent. Mit der Abwärme werden das Wohnhaus, die Werkstatt und Teile des Stalls beheizt. Es handele sich um ein schlüssiges und zukunftsorientiertes System.

Besorgt zeigte sich Erich Bauernfeind hinsichtlich der Trockenheit, die im Zuge der Klimaerwärmung auftrete. Fehlende Niederschläge führten zu einer spürbaren Reduzierung der Futtervorräte und machten zwischenzeitlich Zukäufe unvermeidbar. "Eine Entwicklung die in Sachen Klimaschutz zum Nachdenken und Handeln führen muss", so die Meinung in der Runde. Die Mitglieder der SPD-Ortsvereine waren sich nach der rund zweistündigen Führung einig, dass es sich um Vorzeigebetrieb in Sachen Nachhaltigkeit handele, der hoffentlich zahlreiche Nachahmer finden werde.

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