24.01.2020 - 14:03 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Marktrat Konnersreuth einstimmig gegen geplanten Trassenkorridor

Der Marktrat Konnersreuth hat am Donnerstagabend einstimmig eine Resolution gegen die aktuellen Planungen für den Süd-Ost-Link in der Region verabschiedet. Die Marktgemeinde wäre im Landkreis neben Leonberg mit am schwersten betroffen.

Andreas Malzer (CSU) sah vor allem den Landkreis Tirschenreuth gefordert.
von Josef RosnerProfil

Nach der Feststellung des Trassenkorridors für den Süd-Ost-Link gibt es zwar derzeit keine formelle Einspruchsmöglichkeit, doch der Marktrat wehrt sich mit einer einstimmig verabschiedeten Resolution gegen den Verlauf. Erneut fordert die Marktgemeinde eine Verlegung entlang der Autobahn A 93 zugunsten der Schutzgüter Mensch, Boden, Wasser, Natur und Landschaft. In der Resolution heißt es weiter, dass die Notwendigkeit dieser Stromtrasse bis heute nicht nachgewiesen sei.

Bürgermeister Max Bindl schrieb an den Ministerpräsidenten, dass man mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur trotz vieler regionaler Proteste vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei. Fichtelgebirge und Stiftland würden durch den festgelegten Trassenkorridor "rigoros durchschnitten". Eine Verlegung an der A 93 sei nicht ausreichend geprüft worden. Reinhard Wurm (Freie Wähler) begrüßte, dass die Trasse bei Rosenbühl nicht zu den ursprünglich geplanten großen Einschnitten führe. Mit dieser "Köderplanung" habe Tennet beweisen wollen, dass man auf Wünsche der Menschen eingehe. Andreas Malzer (CSU) sagte: "Wenn man etwas erreichen will, muss man klagen, so wie der Landkreis Wunsiedel." Vor allem der Landkreis Tirschenreuth sei gefordert. Wolfgang Pötzl (SPD) unterstützte die Resolution und sprach von einer "seltsamen Planung". Erneut brachte Pötzl das Potenzial erneuerbarer Energien ins Gespräch und kritisierte die 10-H-Regelung für Windkraft. Ortssprecherin Melanie Männer (Rosenbühl) sagte, dass der Süd-Ost-Link mit zwei Leerrohren noch breiter als geplant werde.

Edgar Wenisch (SPD) nannte die Stromtrasse das Ergebnis einer verfehlten Energiepolitik. Die Bundesregierung sei Auftraggeber, eine Verlegung an der Autobahn wegen enormer Kosten wohl nicht realisierbar. "Begonnen hat das Drama bereits 2011 mit einer völlig verfehlten Energiepolitik des Freistaats. Das jetzt sind die Auswirkungen."

Wolfgang Pötzl (SPD) sprach von einer "seltsamen Planung".
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