22.06.2021 - 11:27 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Neupriester Bastian Neumann aus Konnersreuth will Tore für Christus öffnen

Bastian Neumann, der Großneffe der Konnersreuther Resl, wird am Samstag, 26. Juni, zum Priester geweiht. 25 Jahre nach der Weihe von Thomas Eckert darf sich die Pfarrgemeinde St. Laurentius wieder auf ein Großereignis freuen.

Bastian Neumann wird am Samstag, 26. Juni, im Regensburger Dom zum Priester geweiht. In seiner Heimatkirche St. Laurentius, wo das Bild entstand, feiert er am 4. Juli Primiz.
von Josef RosnerProfil

ONETZ: Sie werden am 26. Juni, ihrem 26. Geburtstag, im Regensburger Dom zum Priester geweiht. Wie bereiten Sie sich auf diesen besonderen Tag vor?

Bastian Neumann: In der Woche vor der Priesterweihe bin ich zusammen mit meinen Kurskollegen im Kloster Mallersdorf zu Exerzitien, in denen uns ein Priester auf unseren Dienst vorbereitet. Wir ziehen uns ganz bewusst eine Woche zurück, um durch das Gebet Kraft für die anstehenden Aufgaben zu schöpfen.

ONETZ: Wer darf bei der Priesterweihe in Regensburg dabei sein?

Bastian Neumann: Aufgrund der Corona-Situation sind die Plätze sehr begrenzt. Aber immerhin können 20 Personen aus dem engsten Familienkreis und einige Wegbegleiter daran teilnehmen. Und es gibt auch die gute Alternative, die Priesterweihe im Livestream zu verfolgen auf www.bistum-regensburg.de

ONETZ: Wann und warum fassten Sie den Entschluss, Priester zu werden?

Bastian Neumann: Schon relativ früh. Ich denke, dass das so um meine Erstkommunion herum war. Doch darf man sich das nicht so vorstellen, dass der Entschluss einmal gefasst und seitdem immer gleich stark war. Ich habe mir auch immer wieder überlegt, etwas anderes zu machen. Aber im Priesterseminar, wo man in Ruhe darüber nachdenken kann, habe ich immer mehr festgestellt, dass das mein Weg ist. Die Frage nach dem Warum hat sich vor allem immer wieder in den verschiedenen Praktika beantwortet, die ich im Laufe der Ausbildung absolviert habe. Ich möchte Menschen im Glauben begleiten, weil ich fest davon überzeugt bin, dass der Glaube durchs Leben tragen kann und ein besseres und vielleicht auch leichteres Leben ermöglicht.

ONETZ: Welche Menschen haben Sie auf diesem Weg begleitet?

Bastian Neumann: Viele verschiedene Menschen. Meine Familie, die immer für mich da ist und mir Halt gibt. Dann habe ich viele tolle Freunde, die immer ein offenes Ohr haben, aber auch viele Priester, die mir ein Vorbild waren.

ONETZ: Welche Rolle spielte ihre Großtante Therese Neumann bei der Berufswahl?

Bastian Neumann: Sie ist natürlich in Konnersreuth sehr präsent. Mich hat immer ihre Liebe zur Eucharistie, aber vor allem ihre einfache und ehrliche Art begeistert. Da ist eine Frau, die im Ruf der Heiligkeit steht, die aber ein ganz nahbarer Mensch ist. So stelle ich mir gelebten Glauben vor: Einfach, bescheiden und ein Mensch wie du und ich sein, dennoch alles, was man tut, aus dem Glauben heraus tun.

ONETZ: Freuen Sie sich auf die Priesterweihe und die Primiz?

Bastian Neumann: Ich freue mich sehr darauf, diese Tage zu feiern. Am meisten freut mich aber, dass es nicht nur ein privates Fest ist, sondern etwas, das den ganzen Ort begeistert und den Glauben neu vertiefen kann.

ONETZ: Wie heißt ihr Primizspruch?

Bastian Neumann: Es ist ein Spruch von Johannes Paul II.: „Habt keine Angst! Öffnet die Tore für Christus!“

ONETZ: Wissen Sie schon, in welcher Pfarrei Sie als Kaplan arbeiten werden?

Bastian Neumann: Die Kaplanstellen werden erst nach der Priesterweihe bekannt gegeben, aber ich bin schon sehr gespannt, wo es für mich hingeht.

ONETZ: Sie sind Konnersreuther, wie verbunden sind Sie ihrem Heimatort?

Bastian Neumann: Ich bin hier aufgewachsen und zu dem geworden, der ich heute bin. Ich mag meine Heimat Konnersreuth sehr und bin diesem Ort und vor allem den Menschen hier sehr dankbar, dass ich erleben konnte, wie Kirche einen Ort prägt. Das Tollste ist, dass jeder jeden kennt, was zu einer unglaublichen Verbundenheit und einem erstaunlichen Gemeinschaftsgefühl führt.

ONETZ: Welche Hobbys haben Sie?

Bastian Neumann: Ich bin gerne lange und viel mit dem Fahrrad unterwegs und hoffe, dass ich das in meiner Kaplanstelle auch wieder mehr machen kann. Außerdem lese ich sehr gerne alle möglichen Bücher. Aber auch ein Bier mit Freunden gehört mal dazu.

ONETZ: Zum Schluss noch etwas Persönliches von Bastian Neumann – Wünsche und Hoffnungen?

Bastian Neumann: Ich wünsche mir, dass die Feier der Priesterweihe und der Primiz ein Ereignis wird, an dem viele eine große Freude haben werden. Außerdem hoffe ich, dass ich als Priester vielen Menschen Christus nahebringen und ihnen so zum Wegbegleiter werden kann.

Schon als Kommunionkind wollte Bastian Neumann Pfarrer werden

Konnersreuth
Bastian Neumann freut sich auf die Primiz am Sonntag, 4. Juli, in seiner Heimatkirche St. Laurentius (Bild).
Hintergrund:

Lebenslauf von Bastian Neumann

  • Geboren am 26. Juni 1995 in Tirschenreuth
  • Aufgewachsen in Konnersreuth mit zwei Geschwistern
  • 2011 Realschulabschluss in Waldsassen
  • 2014 Abitur an der Spätberufenenschule Fockenfeld
  • Eintritt ins Priesterseminar St. Wolfgang Regensburg
  • 2015 Beginn des Theologiestudiums an der Universität Regensburg
  • 2020 Weihe zum Diakon
  • Praktikumseinsatz in der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Amberg
  • 2021 Priesterweihe

 

 

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