23.08.2021 - 14:17 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Pfarrer Stefan Haimerl erinnert bei Gebetstag an Leiden von Theres Neumann

Pfarrer Stefan Haimerl (rechts) war Hauptzelebrant und Prediger beim jüngsten Resl-Gebetstag. Begrüßt hatte die Gläubigen und den Gast in der Konnersreuther Pfarrkirche Neupriester Bastian Neumann.
von Josef RosnerProfil

Pfarrer Stefan Haimerl aus Hohengebraching, der von 2012 bis 2013 Kaplan in Mitterteich war, kam als Hauptzelebrant und Prediger zum jüngsten Resl-Gebetstag nach Konnersreuth. Es war für ihn bereits der vierte Einsatz dieser Art in der Pfarrei St. Laurentius.

Kaplan Bastian Neumann, der aktuell Pater Benedikt Leitmayr vor Ort vertritt, hieß die zahlreichen Gläubigen in der Pfarrkirche willkommen. Gleichzeitig überbrachte er die Grüße von Pater Benedikt, der im französischen Wallfahrtsort Lourdes weilt. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von einem Damenensemble der Kirchenchöre Konnersreuth und Mitterteich unter der Leitung von Matthias Schraml.

In seiner Predigt ging Pfarrer Stefan Haimerl zunächst auf das Thema Gerechtigkeit ein. Dabei machte er deutlich, dass die Menschen enttäuscht seien, wenn sie zurückgesetzt werden. "Selbstverständlich sind wir, wenn es um unsere Angelegenheiten geht, besonders darauf bedacht, nicht zu kurz zu kommen", so Haimerl. Wenn andere hingegen unter die Räder kämen, schaue man oft tatenlos zu.

Zum Thema Leiden merkte der Geistliche an: "Wir Menschen kommen so manchem Leiden auf dieser Welt nicht aus, müssen es annehmen und tragen lernen. Das haben uns auch die vergangenen Monate gelehrt, dass der Mensch nicht alles in der Hand hat. Dass wir verletzlich, schwach und sterblich sind."

Mitten in dieser Schwachheit sei aber Gott zu finden, so Haimerl. Der Pfarrer rief dazu auf, die Resl zum Vorbild zu nehmen. "Denn durch ihr Lebenszeugnis können wir in der Nachfolge Christi bleiben." Gott habe die Resl aufgerufen, ihm nachzufolgen. "Resl nahm das tägliche Kreuz auf sich. Sie nahm an, es tragen zu lernen." Gott wolle alle Menschen mit den Gaben des Heils und der Erlösung beschenken, niemand solle davon ausgeschlossen werden, so der Prediger weiter. "Wenn Gott uns Menschen zu sich ruft, ob gleich zu Beginn des bewussten Lebens, ob in der Mitte oder erst am Ende - das müssen wir ihm überlassen. Er ist der Herr." Weiter sagte Stefan Haimerl: "Die Resl und alle Heiligen sind mit ihrem Beispiel vorausgegangen und begleiten uns Menschen mit ihrer Fürbitte."

Eine Lichterprozession zum Resl-Grab auf dem Friedhof gab es coronabedingt auch dieses Mal nicht. Stattdessen fand nach dem Gottesdienst wieder eine eucharistische Anbetung statt.

Der 17. Große Gebetstag um die Seligsprechung von Theres Neumann findet am Samstag, 18. September, statt. Zu Gast sein wird dann Weihbischof Reinhard Pappenberger.

 

 

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