10.03.2021 - 14:23 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Im Resl-Garten in Konnersreuth soll heuer wieder Leben einkehren

Die Folgen der Corona-Pandemie haben auch den Resl-Garten in Konnersreuth nicht verschont. Im gesamten Jahr 2020 blieb die Anlage geschlossen. Am 1. Mai soll der Betrieb endlich wieder losgehen - aber anders als sonst.

So sieht es aktuell im Resl-Garten aus. Bis zur geplanten Eröffnung am 1. Mai gibt es noch viel zu tun.
von Josef RosnerProfil

Zum ersten Mal seit der Wiederherstellung des Resl-Gartens fiel die Saison 2020 aus. Wegen der Corona-Pandemie mussten Besucher außen vor bleiben. Heuer soll sich das wieder ändern – wie üblich ist der 1. Mai als Eröffnungstag vorgesehen, allerdings mit Einschränkungen.

Einblicke in die Planungen gibt Barbara Wenisch, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Konnersreuth, der sich federführend um den Resl-Garten kümmert. "Wenn es die Corona-Situation erlaubt, werden wir öffnen", kündigt sie an. Ausgearbeitet wird ein Hygiene- und Schutzkonzept, das auch eine Begrenzung der Besucher vorsieht. Keine Chance sieht Wenisch aktuell für den beliebten Staudentausch, der sonst immer am Eröffnungstag stattfand: "Den wird es mit Sicherheit in der bekannten Form heuer nicht geben."

"Den wird es mit Sicherheit in der bekannten Form heuer nicht geben."

Barbara Wenisch über den traditionellen Staudentausch zur Saisoneröffnung im Resl-Garten

Der Resl-Garten besteht in der aktuellen Form seit 2006. Damals war die Anlage eine Außenstelle der Grenzenlosen Gartenschau Marktredwitz/Eger. Mehr als 17 000 Besucher kamen im Eröffnungsjahr in den Garten. Fast fünf Jahre lang war das Projekt im Vorfeld vorbereitet worden.

Tausende Stunden investiert

Die "heiße Phase" der Arbeiten begann 2003 mit mehr als 35 ehrenamtlichen Kräften. In der Folgezeit wurden Tausende ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert, so dass die Eröffnung im Mai 2006 wie geplant erfolgen konnte.

Entstanden ist ein Garten, wie ihn einst Therese Neumann pflegte. Er sei ein "authentischer Ort ihres Lebens", betont Barbara Wenisch. Hier habe die Resl gerne Zeit verbracht. Ergänzt wurde das historische Vorbild um ein Info-Gebäude. In dem kleinen Häuschen gibt es Informationsmaterial für die Besucher, im Obergeschoss läuft auch ein Film über die Resl. Weiter diente das Gebäude bislang auch als Aufenthaltsort für die rund 30 ehrenamtlichen Kräfte des Garten-Pflegeteams. Bereitgestellt wurden in dem Raum auch öfters kühle Getränke, Kaffee und Kuchen.

Belag auf Wegen ersetzt

Das vergangene Jahr ohne Gartensaison verstrich dennoch nicht ungenutzt, wie Barbara Wenisch berichtet. Im Auftrag der Katholischen Kirchenstiftung wurden schadhafte Teile des Belags auf den Wegen entfernt und ersetzt. Aktuell sind Mitglieder des Obst-und Gartenbauvereins eifrig dabei, den Garten für die geplante Eröffnung am 1. Mai vorzubereiten. Den Grundstock bilden zahlreiche winterharte Blumen und Stauden, die jedes Jahr treiben und blühen. Rund 300 Arbeitsstunden sind laut Wenisch nötig, um Saisonpflanzen einzubringen und sonstige Arbeiten zu stemmen.

Team wird immer kleiner

Wie üblich soll die Saison bis zum 3. Oktober laufen. Normalerweise ist der Garten in den Sommermonaten während der insgesamt 1200 Öffnungsstunden immer durch Betreuungspersonal besetzt. Ob sich das heuer auch wieder umsetzen lässt, ist offen. Barbara Wenisch bedauert, dass die Anzahl der Mitglieder im Helfer- und Betreuerteam immer kleiner werde, aus Alters- oder Krankheitsgründen oder durch Todesfälle. Die Gartenanlage werde voraussichtlich wieder täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein, aber es dürfte nicht mehr ständig jemand aus dem Team anwesend sein. Zu den hochfrequentierten Nachmittagszeiten, vor allem von 14 bis 16 Uhr, soll eine Besetzung mit Personal aber gewährleistet sein.

Eine Neuerung, die auch den Resl-Garten betrifft, ist die geplante Inbetriebnahme des Informations- und Begegnungszentrums im Schafferhof. Dort erhalten Besucher umfassende Informationen über die Konnersreuther Resl, anschließend können sie die authentischen Orte wie das Resl-Haus, die Pfarrkirche, den Friedhof und den Resl-Garten besichtigen.

Bis zu 6500 Gäste jährlich

Bislang wurde der Resl-Garten jährlich von 6000 bis 6500 Gästen besucht. Zu den prominentesten Besuchern in den vergangenen Jahren zählen der frühere und inzwischen verstorbene Kölner Kardinal Joachim Meisner, Bischof Moses aus Indien sowie der frühere Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland haben sich mit zum Teil sehr persönlichen Botschaften im Gästebuch verewigt.

Die Verantwortlichen sind jedenfalls voller Vorfreude auf die Gartensaison. Sie hoffen, dass die allgemeine Lage die Öffnung am 1. Mai zulässt und möglichst viele Besucher die Blumenpracht genießen können. Große Hoffnung setzt das Betreuer-Team um Barbara Wenisch auf die Corona-Schutzimpfung: "Das würde uns vieles erleichtern."

Service:

Helfer im Resl-Garten willkommen

  • Von Beetpflege bis Aufsicht: Ehrenamtliche Helfer sind im Betreuungsteam des Resl-Gartens jederzeit willkommen.
  • Informationen über den Garten und eine mögliche Mitarbeit gibt es bei Barbara Wenisch unter Telefon 09632/5446.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.