14.01.2020 - 14:02 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Resolution gegen Trassenführung

Der Widerstand gegen die geplante Trassenführung des Süd-Ost-Links nimmt zu: Jetzt hat der Konnersreuther Bürgermeister Max Bindl eine Resolution angekündigt.

Bürgermeister Max Bindl will sich mit dem geplanten Verlauf des Süd-Ost-Links nicht abfinden und mit einer Resolution dagegen vorgehen.
von Josef RosnerProfil

Erst am Montag habe die Marktgemeinde von der Bundesnetzagentur offiziell die Mitteilung über den Abschluss der Bundesfachplanung erhalten und damit von der Entscheidung über den Verlauf des rund einen Kilometer breiten Trassenkorridors erfahren. „Dieser Korridor verläuft nicht wie erhofft entlang der A93, sondern nun doch – wie befürchtet – durch einen deutlichen Schwenk nach Osten auch über das Gemeindegebiet von Konnersreuth“, erklärte Max Bindl bei einem Pressegespräch im Rathaus. Laut Bindl werde das Stiftland regelrecht durchschnitten. Von Marktredwitz her kommend schwenke die Trasse in Richtung Konnersreuth und solle in Richtung Südosten weiter durch die Gemeinde Leonberg bis östlich von Tirschenreuth verlaufen und von dort weiter in Richtung Neustadt/WN und Weiden. Erst in der Nähe von Wernberg-Köblitz schwenke die Trasse wieder ein, um entlang der A93 zu verlaufen. Das wolle man sich nicht gefallen lassen.

Bindl erinnerte daran, dass man bereits im März 2019 im Zuge der Behördenbeteiligung eine Stellungnahme an die Bundesnetzagentur geschickt habe. Darin habe man den Süd-Ost-Link kategorisch abgelehnt, weil dessen Notwendigkeit nicht nachgewiesen worden sei. Zudem sei die Bundesnetzagentur – unter der Voraussetzung des Nachweises der Notwendigkeit – aufgefordert worden, dass zum Schutz von Mensch, Boden, Wasser, Natur und Landschaft die Kabel innerhalb des Schutzstreifens der A93 verlegt werden sollen.

Bindl machte jetzt deutlich, dass die Forderungen nach wie vor Bestand hätten. In jedem Fall werde die Marktgemeinde die Möglichkeit nutzen, innerhalb einer Frist von einem Monat nach Übermittlung der Entscheidung Einwendungen zu erheben. „Ich werde dem Marktrat am 23. Januar vorschlagen, eine Resolution an die Bundesnetzagentur zu beschließen.“ Weiter soll der Freistaat Bayern zur Erhebung von Einwendungen aufgefordert werden. Einen Abdruck des Resolution soll auch die Untere Regierungsbehörde erhalten. Bindl betonte weiter, dass er auch den Ministerpräsidenten anschreiben werde. „Selbst wenn der Süd-Ost-Link tatsächlich notwendig ist, wehre ich mich gegen eine Verlegung durch unser Stiftland“, so Bindl. Er hoffe auf die Unterstützung des Marktrats und kündigte an, die Bemühungen seines Leonberger Bürgermeisterkollegen Johann Burger zu unterstützen.

Der Markt Konnersreuth sei von der Firma Tennet auch informiert worden, dass der angedachte weiträumige Trassenverkauf östlich um Rosenbühl nicht mehr verfolgt werde. Stattdessen solle es eine Bündelung mit dem Ersatzneubau des Ostbayernrings entlang der Staatsstraße 2176 geben. Bindl betonte, dass diese Entscheidung ein Verdienst der Rosenbühler Bürger mit ihrer engagierten Ortssprecherin Melanie Männer sowie des gesamten Marktrates sei.

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