Konnersreuth
14.09.2018 - 16:13 Uhr

Sperrung erneut verlängert

Erst sollte die Sperrung der Ortsdurchfahrt bis zum 31. August dauern, dann bis Mitte September - und jetzt folgte erneut eine Verlängerung bis in die nächste Woche hinein. Natürlich kommt das Thema auch im Marktgemeinderat auf den Tisch.

Die Konnersreuther Ortsdurchfahrt bleibt auch noch bis in die kommende Woche hinein gesperrt. Bild: jr
Die Konnersreuther Ortsdurchfahrt bleibt auch noch bis in die kommende Woche hinein gesperrt.

Wer in der Sitzung am Donnerstagabend auf die Auseinandersetzung mit dem Thema gewartet hatte, musste sich aber lange gedulden. Erst am Ende des gut zweieinhalbstündigen öffentlichen Teils kam es zur Sprache. Den Stein ins Rollen brachte Edgar Wenisch (SPD) mit der Frage, warum die hochwertige Fahrbahn der Ortsdurchfahrt für die Verlegung der Fernwärmeleitung plötzlich habe aufgesägt werden dürfen, obwohl dies früher immer abgelehnt worden sei. Lieber hätte man die Leitung unter dem ohnehin schon maroden Gehsteig verlegen sollen, so Wenisch. Bürgermeister Max Bindl erklärte, dass sich dort schon viele Leitungen befänden und der zusätzliche Einbau der Fernwärmeleitung nur schwer machbar gewesen wäre.

Gefährliche Ausfahrt

Weiter kritisierte Edgar Wenisch die seiner Ansicht nach unsichere Zu- und Ausfahrt bei der Tankstelle. "Eine unmögliche Gefahrensituation", sagte Wenisch vor allem im Hinblick auf den Schulbeginn. Wer getankt hat, habe rückwärts wieder herausfahren müssen, inmitten von Kindern. Bürgermeister Bindl erklärte, dass der Bauzaun bald wegkomme und die Tankstelle dann wieder normal zugänglich sei.

CSU-Fraktionssprecher Andreas Malzer zeigte sich zunächst überrascht, dass die Sperrung der Ortsdurchfahrt nicht in der Tagesordnung aufgeführt war. Er vermisste vor zwei Wochen rechtzeitige Informationen vonseiten der Marktgemeinde über die Verlängerung der Sperre und auch über die Versetzung der Bushaltestelle. "Wir als Markträte mussten uns in der Öffentlichkeit immer rechtfertigen", so Malzer. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass keiner der beiden Bürgermeister der Presse Auskünfte gegeben habe, sondern ein Mitarbeiter der Marktverwaltung.

Bürgermeister Max Bindl übergab das Wort an Thorsten Malikowski, der gleich deutlich machte, dass die Verzögerung der Arbeiten keinesfalls an den heimischen Firmen Haberkorn und Andritzky gelegen habe. "Unser Problem waren die Planungsbüros, die Koordination untereinander war nicht so leicht", erklärte Malikowski und schilderte die einzelnen Abläufe. Hauptgrund für die Verlängerung der Bauarbeiten seien die Lieferschwierigkeiten im ersten Bauabschnitt gewesen. Dies habe sich dann auch auf die folgenden Arbeiten ausgewirkt.

Andreas Malzer erinnerte daran, dass er schon im Vorfeld gefragt habe, ob alle Arbeiten abgestimmt seien. Dies sei damals bejaht worden. "Die Planungsbüros rechnen alle Honorare ab und dann ist keiner auf der Baustelle, wenn es eng wird", wetterte Malzer. Alfons Haberkorn (CSU) schloss sich der Kritik an: "Da haben wir mehrere Planungsbüros und wenn es dann ernst wird, ist keiner vor Ort. Die Planungsbüros sind doch dafür da, um die Arbeiten zu überwachen - und nicht wir." Andreas Malzer sprach von einem "unmöglichen Zustand".

Im Laufe der Woche

In der Sitzung konnte noch keine Aussage zur weiteren Dauer der Sperrung getroffen werden, weil noch unklar war, wann die Asphaltierung vorgenommen werden kann. Auf Nachfrage der Oberpfalz-Medien teilte Bürgermeister Max Bindl dann am Freitagvormittag mit, dass dies im Laufe der kommenden Woche geschehen werde. Dies habe die beauftragte Firma zugesichert. Danach werde die Ortsdurchfahrt wieder geöffnet. Bis dahin bleibt auch die Ersatzbushaltestelle beim ehemaligen Bio-Laden noch bestehen.

 
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