26.09.2019 - 10:20 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Wolfgang Pötzl tritt für die SPD Konnersreuth an

Der erste Konkurrent von Amtsinhaber Max Bindl im Rennen um den Chefsessel im Konnersreuther Rathaus steht fest: Als Bürgermeisterkandidat der SPD tritt Marktrat und Jugendbeauftragter Wolfgang Pötzl an.

Der 35-jährige Finanzbeamte Wolfgang Pötzl bewirbt sich für die SPD Konnersreuth bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 um das Amt des Bürgermeisters. Die offizielle Nominierung folgt im November.
von Josef RosnerProfil

Kurz bevor der CSU-Ortsverband an diesem Freitagabend seinen Kandidaten nominiert, hat der SPD-Ortsverein die Entscheidung für Wolfgang Pötzl öffentlich gemacht. Gefällt worden sei der Beschluss bereits bei einer Vorstandssitzung im Sommer, wie Pötzl bei einem Pressegespräch am Mittwoch mitteilte. Die offizielle Nominierung des 35-jährigen Finanzbeamten und die Vorstellung der Liste für den Marktgemeinderat sollen bei einer Versammlung im November folgen.

Wolfgang Pötzl sitzt für die Konnersreuther Sozialdemokraten seit 2014 im Marktgemeinderat und ist seitdem auch Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und Jugendbeauftragter. Pötzl ist ledig und spielt aktiv Fußball beim TSV Konnersreuth. Seit 30 Jahren jagt er dort dem runden Leder hinterher.

Nicht nur mitspielen

Pötzl macht keinen Hehl daraus, dass er sich durchaus Chancen ausrechnet, das Bürgermeisteramt letztlich zu erobern. "Wir wollen nicht nur mitspielen, sondern auch Verantwortung übernehmen. Ich stelle mich der Verantwortung und freue mich auf einen fairen und sachlichen Wahlkampf", betont Pötzl. Das Erreichen einer Stichwahl sei ein realistisches Ziel. "Und dann werden die Karten neu gemischt."

Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien erklärt er seine persönliche Motivation für die Kandidatur: "Ich bin durch und durch Konnersreuther. Bis auf wenige Jahre berufsbedingter Abwesenheit habe ich immer hier gelebt. Selbst als ich auswärts war, bin ich jedes Wochenende nach Hause gefahren. Es ist mir wichtig, Konnersreuth als Marktgemeinde positiv nach außen zu vertreten. Die Anliegen unserer Bürger stehen bei mir an oberster Stelle und sind meine Motivation für diese ehrenvolle Aufgabe."

Als übergeordnetes Ziel nennt er das Bestreben, neue Einnahmequellen für die Gemeinde zu schaffen und bestehende auszubauen. Dadurch könnte man noch eigenständiger und unabhängiger handeln. "Wichtig ist mir dabei, den Bürger nicht zu sehr zu belasten", betont Pötzl. Konkret nennt Pötzl mit Blick auf die Einnahmen erneuerbare Energien. Vorstellen könne er sich einen Ausbau der Windenergie, Chancen sehe er aber auch bei Biomasse und Photovoltaik. Weitere Ziele seien die Förderung des Zuzugs von jungen Familien und die Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für bereits ansässige und auch ansiedlungswillige Betriebe.

Drei Mandate im Blick

"Bei der Bürgermeisterwahl kommt es in erster Linie auf den Kandidaten und dessen Ideen und Ziele an", meint Pötzl. "Mein Wahlprogramm, das ich im Spätherbst detailliert vorstellen werde, spiegelt meine Überzeugung wider und wird sich in entscheidenden Punkten vom Programm der Mitbewerber unterscheiden. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Ziele, die ich verfolge, Konnersreuth zukunftsfähig machen." Das Ziel der Sozialdemokraten sei es, einerseits den Bürgermeister zu stellen und andererseits die Zahl der Mandate von derzeit zwei auf drei zu vergrößern.

Untergeordnete Rolle

Angesprochen auf das Thema Schafferhof, sagt Pötzl: "Ich glaube, das wird im Wahlkampf eher eine untergeordnete Rolle spielen, weil ja die Bauarbeiten schon weit fortgeschritten sind. Mein Ziel wird es sein, das jährliche Defizit durch mehr Einnahmen zu reduzieren." Wichtig sei ihm, wie er unterstreicht, dass der Schafferhof keine Konkurrenz zur hiesigen Gastronomie werde. Als weitere wichtige Punkte nennt Wolfgang Pötzl die Sicherung des Standorts von Kinderhaus und Grundschule, die Ausweisung neuer gewerblicher Flächen und weiterer Wohnbaugebiete sowie den Hochwasserschutz. Zudem kündigt er mehr Bürgerbeteiligung an: "Der Bürgerwille muss mehr beachtet werden." Abschließend verspricht er eine "attraktive, junge und ambitionierte Liste" für die Marktratswahl.

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