In Orten, die vor der Gebietsreform selbstständige Gemeinden waren und nicht mit einem Vertreter im Stadtrat präsent sind, können die Einwohner aus ihrer Mitte einen Ortssprecher wählen. In Krondorf hatte dieses Ehrenamt 30 Jahre lang Josef Biehler inne. Nun musste ein Nachfolger für ihn gefunden werden.
Bürgermeisterin Beate Dietrich begrüßte 22 Dorfbewohner im Schulungsraum der örtlichen Feuerwehr. Das waren mehr als die Hälfte aller wahlberechtigten Frauen und Männer des Ortes. Josef Biehler blickte auf viele Ereignisse in dieser langen Zeit zurück. Besonders dankte er seiner Frau Christa, der Stadt Hirschau und den Dorfbewohnern für den guten Zusammenhalt und die Mithilfe bei den verschiedensten Arbeiten und Festen. Er beendete seine Rede mit den Worten: „Habe d' Ehre, es war mir eine Ehre“.
In geheimer Wahl wurde dann über den neuen Ortssprecher entschieden. Der einzige Vorschlag war Martin Birner. Auf ihn entfielen 21 Stimmen, bei einer Enthaltung. Da auch Helmut Götz als Kassier zurückgetreten war – er hatte dieses Ehrenamt ebenfalls 30 Jahre inne – musste dieser Posten ebenfalls neu besetzt werden. Auch hier gab es nur einen Vorschlag, Luisa Goller. Sie wurde ebenfalls mit 21 Stimmen, bei einer Enthaltung, gewählt.
Der neue Ortssprecher blickte anschließend auf 30 Jahre Josef Biehler zurück. Er erinnerte an den Abriss des alten Feuerwehrhauses und den Bau des neuen, das Anlegen des Dorfplatzes und die Renovierung der Dorfkapelle sowie die Nominierung für den Wettbewerb. „Unser Dorf soll schöner werden“. Josef Biehler habe es verstanden, die Dorfbewohner für die unterschiedlichen Vorhaben zu motivieren. Ein persönliches Anliegen war ihm die Krippe mit lebensgroßen Holzfiguren, die seit Jahren vom ersten Advent bis Maria Lichtmess viele Besucher nach Krondorf führt.
Josef Biehler und Helmut Götz wurden von der Dorfgemeinschaft mit Urkunden geehrt und zu Ehrenortssprecher sowie Ehrenkassier ernannt. Die Bürgermeisterin dankte Josef Biehler mit einem Geschenkgutschein. Sie wünschte dem frischgewählten Ortssprecher Martin Birner eine glückliche Hand.













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