24.07.2020 - 09:26 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Dank an „roten Roth“

Auch wenn er schon seit zwei Monaten nicht mehr im Amt ist: Die SPD Krummennaab lässt ihren ehemaligen Bürgermeister Uli Roth noch einmal hochleben. Die Genossen zeigen sich stolz auf die Leistungen des Ex-Rathauschefs.

Max Sieder (von links) und Karin Krenkel bedankten sich im Namen des SPD-Ortsvereins bei Uli Roth für seine zwölfjährige Tätigkeit als Bürgermeister.
von vsrProfil

Nach langer Coronabedingter Pause hatte Krummennaabs ehemaliger Bürgermeister Uli Roth Vorstand und Mitglieder des SPD-Ortsverbandes unter Einhaltung der derzeit geltenden Hygienerichtlinien ins Sportheim Krummennaab geladen. Dazu begrüßte er auch die Ehrenmitglieder Xaver Rosner und Gerhard Sieder sowie Gemeinderätin Karin Krenkel.

Zu den Tagesordnungspunkten zählten unter anderem eine Wahlanalyse. Dabei wies Roth darauf hin, dass die SPD leider nur wenig „reißen“ konnte. Die SPD verlor in der diesjährigen Kommunalwahl einen weiteren Gemeinderatssitz und stellt mit Wolfgang Bauer, Karin Krenkel und Thomas Löw nur noch drei Gemeinderäte. Für die Zukunft wünschte sich Roth einen starken SPD-Ortsverein und hofft auf die Unterstützung „seiner jungen Mannschaft“ in der Krummennaaber SPD.

Die SPD konnte bei der letzten Kommunalwahl nur wenig reißen.

Uli Roth, ehemaliger Bürgermeister von Krummennaab

Um für die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen vorbereitet zu sein – auch diese musste wie in so vielen Vereinen bis jetzt ausfallen –, wurden bereits Überlegungen zur Besetzung der Posten getätigt. Der Vorstand einigte sich unter Vorbehalt auf den 26. September als Termin für die Jahreshauptversammlung. Alle Mitglieder erhalten vorab rechtzeitig eine Einladung.

Da unter den derzeitigen Hygienebestimmungen der traditionelle Preisschafkopf sowie der „Kirchsteigfrühschoppen“ nicht möglich sind, beschloss der Vorstand schweren Herzens, diese Termine heuer ausfallen zu lassen.

Wichtigste Stationen

Noch bevor der ehemalige Bürgermeister seine Sitzung schließen konnte, hob der ehemalige SPD-Fraktionssprecher Max Sieder zu einer Rede auf „unseren roten Roth“ an. Ausführlich und mit Liebe zum Detail hatte Sieder die wichtigsten Stationen in zwölf Jahren regierender Bürgermeister Uli Roth zusammengetragen: Roths „Amtszeit“ begann bereits 100 Tage vor der Wahl 2007 beim ersten Wahl-Stammtisch, damals noch „beim Lehner Fritz“. In der Stichwahl am 16. März 2008 konnte sich Roth dann mit nur 5 Stimmen Vorsprung gegen Herbert Mattes durchsetzen – seit Langem wieder ein „Rot(h)er“!

Laut Sieder ist kaum zu beschreiben, was dann in den nächsten Jahren in der Gemeinde unter Uli Roth angestoßen worden ist: Bereits im September 2008 wurde die Grüngutmiete in Betrieb genommen und kurz vor Weihnachten des gleichen Jahres der erste „Krummennaaber Weihnachtsmarkt“ abgehalten. In den weiteren Jahren schrieb sich Roth die Umsetzung vieler Projekte auf die Fahne: eine Photovoltaikanlage auf dem Schulhausdach, die Anschaffung eines VG-Mobils, die Generalsanierung der Schulturnhalle sowie der Spielplätze im Gemeindegebiet, schnelles Internet für die Gemeinde, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED und noch Vieles mehr.

Zudem wurde in der Gemeinde Krummennaab bereits 2008 das Baukindergeld für Bauwillige eingeführt, und auch die anderen Ortsteile kamen nicht zu kurz. Für den Thumsenreuther Campingplatz wurden während Roths Amtszeit vielfältige Anschaffungen und Werterhaltungsmaßnahmen getätigt, die Toiletten im Feuerwehrhaus saniert sowie der Friedhof umgestaltet.

In der Nominierungsversammlung gibt Uli Roth bekannt, dass er für die Kommunalwahl nicht mehr antritt

Krummennaab

Als einen der wohl bedeutendsten Höhepunkte in zwölf Jahren „roter Roth“ könne der 13. November 2012 gesehen werden: An diesem Tag unterzeichnete Roth für die Gemeinde Krummennaab den Kaufvertrag über die Porzellanfabrik Seltmann - der Ort wurde für einen symbolischen Euro stolzer Besitzer. So sei es mit dem Abriss des Fabrikgeländes zu den wohl größten das Ortsbild von Krummennaab verändernden Maßnahmen in den vergangenen Jahrzehnten gekommen. Heute könne die Gemeinde auf einen Bürgerpark blicken, in dem bereits viele Feste und Feierlichkeiten unterschiedlicher Vereine stattgefunden haben.

Modernisierung der Kläranlage

Auch der zweite Meilenstein in Uli Roths zwölfjähriger Amtszeit als „Oberhaupt der Gemeinde“ dürfe natürlich nicht vergessen werden, meinte Sieder. Nach "langem Hin und Her" konnte 2017 mit der Modernisierung der im Mai 2019 fertiggestellten Kläranlage begonnen werden. Auch wenn dies eine Erhöhung des Abwasserpreises nach sich ziehe, könne die Gemeinde Krummennaab nun mit einer der modernsten Kläranlagen Bayerns punkten. Die den Bürgern kürzlich mitgeteilte Steigerung der Abwasserpreise ist auf einen Beschluss des damaligen Gemeinderates zurückzuführen, wobei hier eine Neukalkulation und Anpassung der Preise erst nach abschließender Abrechnung aller Kosten für die Modernisierung der Kläranlage beschlossen wurde.

Abschließend blieb Max Sieder noch „Danke für zwölf Jahre Bürgermeister“ zu sagen. Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins hatten sich eine Kleinigkeit für „ihren Uli“ überlegt: Der SPD-Vorsitzende erhielt einen selbst designten und gebauten Feuerkorb für seinen Garten, in dem er seine neu gewonnene Ruhe nach anstrengenden zwölf Jahren nun endlich genießen könne.

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