14.06.2020 - 11:15 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Erhöhung der Abwassergebühren

In der Krummennaaber Gemeinderatssitzung klärt der Bauamtsleiter über das Defizit in der Kalkulation der vergangenen Jahre auf.

Bauamtsleiter Gerhard Streibelt erklärte bei der Gemeinderatssitzung die Gründe für die Erhöhung der Abwassergebühren.

Auf die Krummennaaber Einwohner werden zukünftig deutlich höhere Abwassergebühren zukommen. Bauamtsleiter Gerhard Streibelt gab dem Gemeinderat in der vergangenen Sitzung ausführlich Einblick in die Zusammensetzung der Kostensteigerungen.

"Inhaltlich wird es keine Änderung der Satzung geben, die Beiträge müssen allerdings erhöht werden. Es besteht ein Defizit in der Kalkulation der vergangenen Jahre", sagte Streibelt.

Dies entstand laut dem Bauamtsleiter deshalb, weil in den vergangenen vier Jahren keine Erhöhung der Abwassergebühren erteilt wurde, obwohl dies erforderlich gewesen wäre. Zukünftig werde man jährlich neu kalkulieren, damit solche Defizite nicht mehr anfallen und die Bürger mit derartigen Erhöhungen nicht mehr belastet werden müssten.

Des Weiteren gab es beim Anlagevermögen Gesamtinvestitionszuwächse von circa 600 000 Euro. Dieser Betrag setzt sich aus der Erstellung des Kanalkatasters 2015 bis 2019 sowie nicht beitragsfähigen Kosten der Kläranlagensanierung zusammen. Hinzu kommen die für dieses Jahr geplanten Kanalsanierungen. Hierfür wird mit 100 000 Euro kalkuliert.

Auch die Betriebskosten für die Kläranlage seien gestiegen: "Die Personalkosten sind höher geworden. Es wurde unter anderem ein zweiter Klärwärter benötigt", erklärte Streibelt. Zusätzlich habe in Erstausstattungen wie Gaswarngeräte und Absturzsicherungen investiert werden müssen. "Insgesamt werden sich die Abwassergebühren verdoppeln." Die Erhöhungen gelten rückwirkend zum 1. Januar 2020.

Auf die Einwohner Krummennaabs wird zum Jahresende somit eine deutlich höhere Abrechnung als in den vergangenen Jahren zukommen. Bürgermeisterin Marion Höcht ergänzte, die Kosten für Wasser und Abwasser müssten kostendeckend sein. Dies sei gesetzlich vorgeschrieben. Die Gemeinde dürfe weder Gewinn noch Verlust machen. Dies müsse jährlich betrachtet werden. In den vergangenen Jahren seien keine Anpassungen gemacht worden, weswegen diese Erhöhung leider nun so hoch ausfalle. Die Bürgermeisterin möchte allerdings versuchen, den Bürgern durch eine Zwischenabrechnung entgegenzukommen, damit die Summe der Endabrechnung nicht zu gewaltig ausfällt: "Aufgrund der Änderung des Mehrwertsteuersatzes ist eine zusätzliche Zählerablesung erforderlich. Im Zuge dieser Ablesung möchten wir durch eine zusätzliche Zwischenabrechnung die Krummennaaber Bürger entlasten, um die Gebühren aufzuteilen, so dass niemand am Ende des Jahres einen überaus hohen Betrag aufbringen muss."

Eine Anfrage diesbezüglich sei bereits bei der Abrechnungsstelle getätigt worden, allerdings konnte noch nicht geklärt werden, ob dies abrechnungstechnisch möglich ist. Die zukünftigen Abschläge ab Juli werden bereits mit den neuen Werten berechnet.

Zudem werde es zeitnah ein Schreiben der Gemeinde an die Bürger geben, in dem ausführlich über die Erhöhung der Abwassergebühren informiert wird.

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