05.11.2018 - 13:01 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Gänsehaut gegen Novembergrau

„Novembertöne – Licht ins Grau.“ Unter diesem Motto steht das Konzert der Quersinger. Der Chor und die Musiker glänzen in der katholischen Pfarrkirche von Krummennaab mit einfühlsamen Stimmen, zarten Tönen und auch kräftigen Klängen.

von Jochen NeumannProfil

Mit einem fulminanten Einzug begann das Konzert. Alle Sängerinnen zogen mit Kerzen in das dunkle Gotteshaus ein. Dazu sangen sie "Arrival" von ABBA. Gänsehausfeeling. Denn je mächtiger der Gesang wurde, desto mehr Licht kam in den Raum. Es ging auch gleich weiter mit dem selbstgetexteten Lied "Novembertöne".

Pfarrer Pater Dr. James Mudakodil freute sich bei der Begrüßung über den überaus guten Besuch. Das Gotteshaus war gefüllt. Gekonnt führte Carola Schraml durch das über eineinhalbstündige Programm. Neben den Hauptakteuren des Abends, dem Chor "Quersinger" unter der Leitung von Angelika Hederer, stellte sie die weiteren Mitwirkenden vor. So unterstützten die Wernberger Stubenmusik mit Hackbrett, Zither und Gitarre sowie die vier Querbläser und nicht zuletzt die Projektband die Sängerinnen.

Richtig "quer" ging es dann bei den "Novembertönen" weiter. Die Querbläser stiegen mit "La Morisque" von Tielman Susato aus dem 16. Jahrhundert von der Kirchenempore aus in das Konzert ein. Im weiteren Verlauf erklang ebenfalls aus der Feder des alten Meisters der der "Dance No. 2". Etwas moderner wurde es mit "Festival Prelude" von Paul Koepke und später mit dem Ragtime-Klassiker "The Sycamore Rag" von Scott Joplin.

Zarte Saiten während des Konzerts schlug die Wernberger Stubenmusik an. Beinah schon eine Einstimmung auf die "staade Zeit." Dazu passte auch ein Gedicht über die Musik im Besonderen des Heimatdichters Rudolf Arndt aus Grötschenreuth, das er selbst während des Konzerts vortrug. Dafür wandelten sich die Quersinger von leisen A-Capella-Tönen zum stimmgewaltigen Chor. Dazu zählten die spirituellen Lieder "Ich traue auf Dich", "You raise me up" und "Vom Flügel eines Engels berührt".

In der zweiten Hälfte des Konzerts schlugen die Quersinger andere Töne an. "Nothing else matters" hieß der Musiktitel von Metallica, den Chorleiterin Angelika Hederer und Franziska Zahn extra neu arrangierten. Fasziniert war das Publikum auch von Udo Jürgens "Ich war noch niemals in New York", das die Sängerinnen voll Freude sangen. Angelika Hederer setzte sich ans Klavier und fand eine Überleitung zum Thema "New York, New York", das die Querbläser aufnahmen und im Big-Band-Stil zum Besten gaben.

Amerika hat es den Quersingern angetan. Denn gleich darauf gab es "California Dreaming" zu hören. Übrigens immer bestens unterstützt vom Projektchor. Mit "Hymne an die Zukunft" von Udo Jürgens ging das hervorragende Konzert seinem Ende zu. Natürlich gab es vom begeisterten Publikum Applaus und den Wunsch nach Zugaben, dem alle beteiligen Musiker gerne nachkamen und unisono in die "Irischen Segenswünsche" einstimmten. Spenden am Ende des Konzerts kommen dem Verein "Stiftland Sternenkinder" zu Gute.

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