Von tiefem Rot bis ins leuchtende Orange reichte die Farbpalette der frisch geschnittenen Äste. Feine, gerade Äste standen zusammengebunden neben gedrehten und hohen. Sie kündeten von der Veranstaltung „Weidenflechten im Gemeindehaus“.
Die Weidenäste waren das Material für die knapp 20 Frauen, die der Einladung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Thumsenreuth mit Friedenfels und Krummennaab gefolgt sind. Unter der fachkundigen und begeisternden Anleitung von Katharina Purucker und Erika Häupler entstanden die ersten Kunstwerke: Kugeln aus Weidenästen - in allen Größen. Daneben wurden Hühner und Hähne aus Weiden gebunden und geflochten. Auch das ein und andere zarte Herz wurde wie nebenbei hergestellt. Der Kreativität war keine Grenze Ende gesetzt. Katharina Purucker und Erika Häupler standen dabei allen Frauen zur Seite. Selbst neue Ideen der Damen konnten sie mit Leichtigkeit umsetzen.
Pfarrerin Nadine Schneider begleitete den Tag. Vor dem Mittagessen begrüßte sie die Damen und verband das Flechten der Weiden mit dem christlichen Glauben. Denn für die Menschen ist das Gebogen-Werden nicht unbekannt. Man verbiegt sich sein ganzes Leben lang - um zu lernen, was einem im Leben wichtig ist und wer man ist. Dabei spürt man: Man hat einen festen Grund, auf dem man steht: Gott. Für ihn ist man gut und schön - so, wie man ist. Für ihn braucht man sich nicht zu verbiegen.
Es wird bereits über eine Fortsetzung dieser Veranstaltung „Weidenflechten im Gemeindehaus“ im kommenden Jahr nachgedacht.














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