30.04.2020 - 15:18 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Grünes Licht für geförderten Feuerwehrhaus-Anbau

Bereits im Februar hatte Architektin Helga Rembeck vom Wasserschaden im Krummennaaber Feuerwehrhaus berichtet. Das Thema kam erneut im Gemeinderat auf den Tisch, um einen Grundsatzbeschluss herbeizuführen.

Der geplante Feuerwehrhaus-Anbau könnte – wenn die Auflagen erfüllt werden – sogar staatlich gefördert werden. Bürgermeister Uli Roth ließ dies in der Gemeinderatsitzung anklingen.
von Werner RoblProfil

Fest steht, dass der Wasserschaden im Keller durch den Ablauf im ungeschützten Kellerabgang verursacht wird. An einer Lösung des Problems arbeite die Gemeinde seit langem, bestätigte Bürgermeister Uli Roth erneut. Zudem ließ er anklingen, dass am Feuerwehrhaus - gemeinsam mit dem Kommandanten Markus Krenkel - ein erneuter Besichtigungstermin stattgefunden habe.

Über die weiteren Schritte sowie die Details einer neuen Planungsvariante referierte Helga Rembeck vom gleichnamigen Architekturbüro Rembeck und Partner aus Erbendorf. Als Alternative hatte man sich bereits vor einigen Monaten auf einen garagenartigen Anbau geeinigt. Zwischenzeitlich sollte der Platzbedarf geklärt werden, um den entsprechenden Plan fertigen.

Bereits im Vorfeld hatte sich Krenkel auch Gedanken gemacht, wie die anfallenden Kosten reduziert werden könnten. Laut Roth ist es diesem gelungen, mit den entsprechenden Ansprechpartnern eine Förderkulisse zu gestalten. Seitens der Regierung strebe man aber eine weitere Zufahrt zu der bereits vorhandenen an. Das sei machbar und zweifellos sinnvoll, kommentierte dies der Vorsitzende. "Wenn wir die Vorgaben einhalten, würde das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von rund 28 900 Euro gefördert", rechnete das Gemeindeoberhaupt an anderer Stelle vor.

Die Kosten seien unbestritten höher. "Dafür erwartet uns aber auch ein entsprechender Mehrwert." Zudem betonte Roth: "Aus meiner Sicht wäre dies eine Lösung, die staatlich gefördert, aufgrund des größeren umbauten Raumes unserer Feuerwehr auch mehr Platz bieten würde."

Seitens der SPD-Fraktion regte sich kein Widerstand. CSU-Fraktionssprecher Jakob Gallersdörfer bezeichnete die Lösung als "optimal." Der Meinung schloss sich auch Herbert Mattes (FW) an. Trotz seiner Zustimmung empfahl er, ein ergänzendes Gespräch mit dem Feuerwehr-Kreisverband zu führen, um auch dort die Möglichkeiten einer Förderung abzuklären. Dem aber widersprach der Bürgermeister: "Die Förderungen sind inzwischen abgestimmt." Er erkenne daher keinen Grund, die Entscheidung erneut zurückzustellen.

Das Wort erhob auch SPD-Gemeinderat und Kreisbrandmeister Wolfgang Bauer. Der Krummennaaber erinnerte an die beengten Verhältnisse im Feuerwehrhaus. Das sei kein Zustand. Er empfahl die Umsetzung der Architekten-Pläne. Zusammenfassend hob Roth hervor, dass der Anbau "Perspektive" habe, um das Problem "Wasserschaden" in den Griff zu bekommen. "Inzwischen sprechen wir von Version 5; daran sieht man auch, dass wir das Projekt schon oft in die Hand genommen haben."

Der Grundsatzbeschluss erging einstimmig. Damit kann auch die aktuell beschriebene Baumaßnahme umgesetzt werden. Mit dem Architektenvertrag mit Rembeck und Partner wird sich der neue Gemeinderat aber erst in einer der nächsten Sitzungen befassen.

Die Pläne, die das Architekturbüro Rembeck und Partner erstellte, wurden den Markträten vorgestellt.
Die Planungsdetails erläuterte Architektin Helga Rembeck.
Seit geraumer Zeit macht der Feuerwehr ein Wasserschaden im Keller zu schaffen. Grund dafür ist die ungeschützte Treppe an der Nordseite.
Die Halle im Krummennaaber Feuerwehrhaus ist zu klein geworden. Eine Entspannung der Lage verspricht der Anbau, der zugleich auch dafür sorgen soll, dass in den Keller kein Wasser mehr eindringen kann.
Hintergrund:

Bis zu 115 000 Euro

Der Anbau soll 12 Meter lang, 7,60 Meter breit und 4 Meter hoch werden. Er besteht aus einer betonierten Bodenplatte, auf der eine gedämmte Stahlkonstruktion errichtet wird. Ergänzt wird das neue Gebäude von einem Tor und einer Außen- und Verbindungstüre. Allein für die bauliche Maßnahme am Feuerwehrhaus muss die Gemeinde rund 83 000 Euro netto in die Hand nehmen. In der Maßnahmenbeschreibung jedoch nicht enthalten sei die Zufahrt und der zu berücksichtigende Zuschuss, erklärte Bürgermeister Uli Roth. "Alles in allem würde uns die Maßnahme rund 110 000 bis 115 000 Euro kosten", mit einer staatliche Förderung liege der maximale Aufwand bei ungefähr 85 000 Euro.

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