27.08.2020 - 11:08 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Junge Talente an der Nähmaschine

Gekonnt schneidern die Kinder im Krummennaaber Ferienprogramm ihre eigenen Turnbeutel.

In zwei Nachmittagskursen brachte Schneiderin Claudia Zeitler (Zweite von links) den Kindern das Nähen an der Nähmaschine bei.
von Andreas HeinzProfil

Wie eine Nähmaschine zu bedienen ist, wusste selbst Jugendbeauftragter Andreas Heinz bis jetzt noch nicht und ließ sich mit den Kindern bei ihrem Vorhaben im Ferienprogramm professionell anleiten.

Die ortsansässige Schneiderin und Betreiberin eines eigenen Handarbeitsstüberls in Tirschenreuth Claudia Zeitler nahm sich die Zeit, um den kleinen Neulingen den Umgang mit der Nähmaschine zu zeigen. Ziel des Nachmittags war es, einen eigenen Turnbeutel komplett selbst zu nähen.

Zunächst musste jedoch geklärt werden, wie eine Nähmaschine funktioniert und welche Funktionen sie hat. Allein das Einfädeln des Garns in die Maschine erschien als Mammutaufgabe. "Wieso muss der Faden so oft an der Maschine hin und her gespannt werden?", fragten die Mädchen und Jungen, als Zeitler die Nähmaschine vorbereitete.

Bevor es mit dem Nähen los gehen kann, muss der Stoff hergerichtet werden. Mit einem speziellen Lineal und Kreide wurden die rechteckigen Rohstücke abgemessen und mit einer Schere ausgeschnitten. Damit sich der gewebte Stoff nach dem Zuschnitt nicht von allein auftrennt, muss er zunächst versäubert werden.

Auch in Erbendorf gibt es ein Ferienprogramm für Kinder

Erbendorf

Dann war es endlich so weit und jeder durfte an einer eigenen Nähmaschine den Zick-Zack-Stich am Schnittrand üben. Mit äußerster Vorsicht und höchster Konzentration bedienten die Kinder die Maschinen und setzten die ersten Stiche im Stoff. Bereits nach kurzer Zeit hatten die Mädchen und Buben den Dreh heraus und trauten sich, mehr "Gas" zu geben - das typische Tackern der Nähmaschine breitete sich im Raum aus.

Zeitler hatte vorab schon zu Hause ihre Stickmaschine angeworfen und die Namen der Teilnehmer in ihrer Lieblingsfarbe auf ein Stück ausrangierter Jeans sticken lassen. Dank der Tipps und kleinen Tricks der Schneiderin machte die Nähtruppe schnell Fortschritte. Denn der Spruch "Gut gebügelt ist halb genäht" bewährte sich und erleichterte so manchen Arbeitsschritt ungemein.

Nach gut dreieinhalb Stunden waren die Näharbeiten abgeschlossen und stolz präsentierten die Kinder ihre Werke ihren Eltern. Wegen der hohen Nachfrage bei der Anmeldung wurden bereits drei Tage später mit einer zweiten Gruppe nochmals die Nähmaschinen umgelassen und weitere Turnbeutel hergestellt.

Claudia Zeitler zeigt den Kindern die richtige Bedienung der Nähmaschine und auf was sie achten müssen.
Stolz sind die Kinder auf ihren selbstgenähten Turnbeutel.
Mit höchster Konzentration machten sich die Kinder an die Arbeit.
Auch Jungs zeigten ihr Geschick im Umgang mit der Nähmaschine.
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