05.02.2020 - 15:29 Uhr
KrummennaabOberpfalz

"Mit Mut und Begeisterung arbeiten“

"Prominenter" Besuch beim Wahlabend der Krummennaaber CSU. Bei näherem Hinsehen erwies sich „Barbara Stamm“ als altbekannter Wiesauer. Bürgermeisterkandidatin Marion Höcht beeindruckte mit ihrer Ansprache.

„Barbara Stamm“ (rechts) hatte ein "Bürgermeister-Starterkit" mitgebracht, um die ersten Tage im Amtssessel zu versüßen. Im Bild: Ewald Oppl aus Wiesau und Marion Höcht aus Krummennaab.
von Werner RoblProfil

Die Krummennaaber Christsozialen setzten mit der Veranstaltung ein Zeichen. Das bewies bereits die gut gefüllte Mehrzweckhalle. Gekommen war auch der Landratskandidat der CSU, Roland Grillmeier. Beflügelt von bisherigen Erfolgen im Landkreis versprach er, die Region und deren Infrastruktur auch weiterhin nach vorne zu bringen.

„Die beste Möglichkeit, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten“, prophezeite Bürgermeisterkandidatin Marion Höcht. In ihrer Ansprache gestand die Krummennaaberin, dass sie oft gefragt werde, warum sie sich das antun möchte. Politik sei in der heutigen Zeit doch "uncool", werde geklagt. Stets habe sie darauf eine Antwort parat, erklärte die Sprecherin, die damit auch ihren Anspruch, erste Bürgermeisterin Krummennaabs zu werden, mehr als deutlich untermauerte: „Ich möchte unsere Gemeinde weiter attraktiv machen, um sie für die Zukunft zu gestalten.“ Zudem sei sie beeindruckt, wie viele interessierte Menschen diesen Weg gemeinsam mit ihr gehen wollen.

Eines ihrer wichtigen Anliegen sei die Nahversorgung. Erneut sprach sich Höcht für einen Dorfladen aus. „Kurze Wege für Mensch und Angebot, also am besten mit Produkten aus der Region. Ein Treffpunkt für alle muss er werden“, forderte Höcht und erinnerte an das alte Milchbankl beim Lehner. „Morgen muss es unser Dorfladen sein. Denn durchs Reden kommen die Leute zusammen.“

Stichwort „gute Straßen im gesamten Gemeindegebiet“: Hier werde man nach der Prioritätenliste vorgehen, versprach die Kandidatin, die aber auch den leidigen „Geldsäckel“ ins Spiel brachte, den sie einen „begrenzenden Faktor“ nannte. Zudem forderte sie ein Baugebiet in Thumsenreuth, ebenso auch geeignete Förderprogramme im Krummennaaber Sanierungsgebiet, um Leerstände zu beseitigen. Nicht außer Acht lassen möchte Höcht auch die Projekte „Lebensraum für Jung und Alt“ oder „Wohnen in lebendiger Gemeinschaft“. Man müsse Begeisterung und Angebote schaffen, damit die Leute hierbleiben.

In ihrer Rede schnitt Höcht auch viele andere Dinge an, die ihr deutlich am Herzen liegen. „Was wir brauchen, ist eine gute Infrastruktur, auch einen funktionellen Bauhof mit einem zweckmäßigen Betriebsgebäude.“ Die Ortsmitte müsse attraktiv bleiben, hob sie hervor. „Unser Motto muss lauten: Dorf-statt-Stadt.“ Ziel aller Maßnahmen sei die Verbesserung der Lebensqualität. Schule, digitale Fortentwicklung, Jugend, Vereine, Kinderbetreuung, Ökonomie, Ökologie und vieles mehr: Höcht sprach sich im weiteren Verlauf auch dafür aus. „Die Tür des Rathauses wird für jedermann offen stehen.“ Sie versprach damit, die Bürgernähe dort fortzuführen. Lobend fasste Höcht auch die Arbeit von Bürgermeister Uli Roth und den Gemeinderäten zusammen. „Sie haben Großes bewegt.“ Höcht versprach, einen offenen und freundlichen Dialog zu führen: „Anstand ist das Lebenselixier der Demokratie. Ich habe Mut, besitze Begeisterung, aber auch Demut und Leidenschaft. Ich freue mich, mit Euch zusammenarbeiten zu dürfen, um zu gestalten.“ Dann werde der Ort, wo sich jeder einbringen dürfe, auch in 20 Jahren noch attraktiv sein.

Info:

Überraschungsgast „Barbara Stamm“ aus dem nahen Wiesau

Angekündigt, um den Abend mitzugestalten, hatte sich auch „Barbara Stamm“ aus Unterfranken. Ganz so weit aber war der Überraschungsgast aber dann doch nicht hergereist. Zudem stellte sich heraus, dass es sich „nur“ um den Wiesauer Humoristen Ewald Oppl handelte, der im Frauenkostüm, begleitet von der Security, ein vielfältiges Starterkit für Marion Höcht in der Handtasche bereithielt. „Für die notwendige Entspannung hab' ich einen Gutschein dabei. Er berechtigt zum kostenlosen Spaziergang durch den Steinwald“, stellte er seine Geschenke vor und empfahl, die anderen Elixiere gut aufzuheben, um sie bei passender Gelegenheit einzusetzen. Mit Blick auf den bevorstehenden Bürgermeisterwechsel versprach Oppl: „Alles wird gut, denn neue Besen kehrten gut.“

Info:

Reinhard Naber ergänzt mit einem „Dankeschön“ an Uli Roth und die Gemeinderäte

Tristan Hagspiel und Birgit Böll stellten die Gemeinderatskandidaten vor. Verbindende Worte sprach Matthias Reul. Mit einem Adenauer-Zitat strich CSU-Ortsvorsitzender Reinhard Naber am Ende der Veranstaltung heraus: „Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst.“ Man könne auf sechs Jahre kommunalpolitische Arbeit zurückblicken und auf Projekte verweisen, die man gemeinsam mit Bürgermeister Uli Roth und den anderen Fraktionen auf den Weg gebracht habe. „Unser Anliegen war es auch, ein attraktives Angebot für die Senioren zu schaffen“, würdigte er damit auch die Arbeit der Seniorenbeauftragten Anneliese Krenkel, die zusammen mit Uli Roth den Wahlabend verfolgte. Naber ergänzte: „Die Stärke der CSU war es immer, auf der politischen Ebene präsent zu sein und die Interessen der Bürger zu vertreten.“ Diesen Anspruch gelte es zu untermauern, versprach der Trautenberger und forderte: „Die Gemeinde Krummennaab muss attraktiv bleiben.“ Naber sprach von „Mosaiksteinen“, die wichtig seien, um zu spüren, dass man im Ort willkommen sei. „Aktive Beteiligung wird geschätzt.“ Erneut untermauerte Naber den Anspruch der CSU, stärkste Fraktion zu werden: „Unsere Kandidaten stammen aus vielen Ortsteilen und vielen Vereinen. Wir brennen für unseren Ort, wir reden nicht nur klug, wir packen auch an!“ Naber bat: „Geben sie uns eine Chance, damit wir in den kommenden sechs Jahren erfolgreich, zielstrebig, selbstbewusst und engagiert Gemeindepolitik betreiben können. Üben sie ihr Wahlrecht aus, gehen sie zur Wahl.“

Das Schlusswort sprach CSU-Ortsvorsitzender Reinhard Naber. Dankbar äußerte sich der Trautenberger auch zur Arbeit des scheidenden Bürgermeisters Uli Roth. Zufrieden sei Naber mit dem was gemeinsam mit allen Gemeinderäten erreicht wurde.
Landratskandidat Roland Grillmeier versprach: „Wir werden den Landkreis auch weiterhin nach vorne bringen.“
Marion Höcht (vorne) war zufrieden. Der Wahl- bzw. Vorstellungsabend war ein voller Erfolg.
Das Interesse war groß. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt.
Marion Höcht möchte Bürgermeisterin werden. In der Krummennaaber Mehrzweckhalle stellte sie ihre Ziele vor, um ihr Ansinnen, Nachfolgerin von Uli Roth zu werden, damit zu untermauern.
Krummennaab sei schon außergewöhnlich meinte Humorist Oppl, der von der Security begleitet wurde: Im Ortsnamen seien je 2 „m“, „n“ und „a“ vorhanden. „Das kann nicht jede Gemeinde von sich behaupten.“
Nein, Barbara Stamm war das nicht. Die CSU-Politikerin wurde von Ewald Oppl verkörpert. Nach seiner Rede versprach der Wiesauer: „Keine Angst, ich hau noch nicht ab. Ich genieße die Ruhe in Krummennaab.“
Der CSU-Ortsverband Krummennaab zeigte sich am Wahlabend gut aufgestellt. Erneut untermauerte Marion Höcht (9. von rechts) ihren Anspruch auf den Bürgermeistersessel. Landratskandidat Roland Grillmeier (9. von links) gratulierte zur gelungenen Veranstaltung in der Mehrzweckhalle. Bild: exb – Birgit Technik Krummennaab

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