06.05.2020 - 09:29 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Polizei soll das regeln

Saniert wurde die Lehener Straße erst vor einigen Monaten. Aktuell erörtert wurde jetzt die Vorfahrtsregelung an der Einmündung Sonnenstraße. Abgestimmt wurde in der April-Sitzung auch über den Beitritt der Stadt Vohenstrauß zu "Zeno".

Die Sonnenstraße (vorne rechts) mündet in die Lehener Straße ein. Die künftige Vorfahrtsregelung war Gegenstand der Debatte in der Gemeinderatssitzung.
von Werner RoblProfil
Wegen der strengen Regeln in der Zeit der Corona-Krise fand die Gemeinderatssitzung in der Krummennaaber Turnhalle statt.

Die Sachlage erläuterte Bürgermeister Uli Roth in seiner letzten Sitzung. Dabei erinnerte der zu dieser Zeit noch amtierende Gemeindechef auch an die damaligen Verhältnisse, bevor man sich für eine Generalsanierung der Lehener Straße entschloss. Demnach befand sich an der Kreuzung, entlang der Fahrbahn hin zur Sonnenstraße, einmal eine Bodenrinne. Dazu gehörte auch ein Granitzeiler, der den Anschein erweckte, dass die Lehener Straße die Vorfahrtsstraße und die Sonnenstraße dagegen die nicht vorfahrtsberechtigte sei.

"Nach der Generalsanierung aber ist dieses Merkmal weggefallen", kommentierte Roth die mitgebrachten Fotos, um die derzeitige Sachlage anschaulich zu verdeutlichen. Dadurch entstünde aber jetzt auch der Eindruck, dass hier die Vorfahrtsregelung "rechts vor links" gelte. "Zudem fehlt dort auch eine entsprechende Beschilderung", bedauerte er mit Blick auf den aktuellen, in vielen Augen jedoch unbefriedigenden Verkehrs-Sachstand.

Zwei Varianten

Die grundsätzliche Frage, wie die verkehrsrechtliche Situation an der Kreuzung eindeutig geregelt werden sollte, stellte Roth zur Diskussion. Für die Debatte hatte er mit der Gemeindeverwaltung zwei Varianten ausgearbeitet.

Roth stellte zur Diskussion, dass die aktuelle Situation zum Einen unverändert bestehen bleiben könnte. "Damit gilt rechts vor links. Das würde bedeuten, dass der abfahrende Verkehr aus der Sonnenstraße in Richtung Friedenfelser Straße vorfahrtsberechtig wäre."

Alternativ dazu schlug Roth vor, die Lehener Straße zur vorfahrtsberechtigten Fahrbahn zu erklären. Neben einem weißen Seitenstreifen sollte eine entsprechende Beschilderung für eine deutlich erkennbare Verkehrsregelung sorgen. "Beides wäre möglich."

Über die Tatsache einer sinnvollen Regelung bestanden keinerlei Zweifel. Konkret dazu äußerte sich der Thumsenreuther Gemeinderat Herbert Mattes (Freie Wähler). Er warnte vor den Gefahren im Einmündungsbereich Sonnen- bzw. Lehener Straße. Er fasste zusammen: "Hier muss unbedingt etwas gemacht werden. Wir alle aber sind keine Verkehrs-Experten." Mattes empfahl, zeitnah eine fachkundige Beratung durch die Polizeiinspektion Kemnath einzuholen. Dazu geeignet - so der Thumsenreuther - wäre eine in Augenscheinnahme vor Ort. Mattes' Meinung schloss sich auch Bürgermeister Uli Roth an. Dieser empfahl, die Sache ohne Beschluss zu vertagen, um sich mit der Polizei abstimmen zu können.

Vohenstrauß wird "Zeno"-Mitglied

Die Gemeinde Krummennaab - als einziger Ort im Landkreis Tirschenreuth - ist seit einigen Jahren eingetragenes "Zeno"-Mitglied ("Zukunft Energie Oberpfalz"). Sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit ist die 2015 errichtete Freiflächen-Photovoltaikanlage im Steinbruch "Dürrer Schlag" bei Thumsenreuth. Die offizielle Inbetriebnahme war im Sommer des gleichen Jahres.

"Ich empfehle dem neuen Gemeinderat, das Thema 'Zeno' auch weiter zu bespielen", mahnte Roth. Zudem verwies er auf die gute Zusammenarbeit mit der kommunalen Plattform, die demnächst mit Vohenstrauß auf zehn Mitglieder erweitert werden soll. Dazu lag ein entsprechender Aufnahme-Antrag vor, über den die Gemeinderäte laut "Zeno"-Satzung abzustimmen hatten. Zudem ließ Roth erkennen, dass die Kommune im Oberpfälzer Wald auch einen Sitz im Aufsichtsrat bekommen würde. Roths Sachinformationen vorangegangen war ein einstimmiger Aufsichtsratsbeschluss seitens "Zeno" vom Februar 2020. Laut Roths Aussage sei es erforderlich, den Gesellschaftervertrag neu zu formulieren bzw. zu ergänzen. "Die notarielle Beurkundung erfolgt zeitnah danach", kommentierte Roth den einstimmig ergangenen Beschluss "seiner" Räte.

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